Auch Sie kennen sicher die ein oder andere Person, die schon ganze Abende damit zugebracht hat, sich YouTube-Videos anzusehen. Was haben diese Videos an sich, das sie so unwiderstehlich macht? In diesem Beitrage habe ich 10 Punkte zusammengetragen, mit deren Berücksichtigung Sie Videos entwickeln können, die Ihre Zuschauerinnen und Zuschauer bis in die Abendstunden in ihren Bann ziehen.

1. Erzählen Sie eine Geschichte (und vergessen Sie dabei nicht den Konflikt)

Geben Sie Ihrem Video eine Erzählstruktur. Hier können narrative Elemente wie Setup, Konfrontation und Auflösung identifiziert werden. Man nennt sie auch Einleitung, Höhepunkt und Schluss.
Denken Sie beim Aufbau Ihrer Erzählstruktur immer daran, einen Konflikt zu involvieren. Machen Sie das Publikum neugierig auf den Fortgang der Handlung: irgendetwas steht auf dem Spiel oder ein Konflikt muss gelöst werden.
Ein Beispiel:

2. Erzeugen Sie Spannung (aber angemessen)

Das Publikum zu Tränen rühren kann im schlimmsten Fall ganz schön nach hinten losgehen. Dennoch beinhalten die effektivsten Marketing-Videos stets einen emotionalen Aspekt. Was verbinden Sie persönlich mit emotionalen Bildern? Hundebabys, spielende Katzen?
Dieser Budweiser-Clip geht direkt ins Herz. Das Unternehmen legt es ganz offensichtlich darauf an, dass sich das Publikum mit dem Hauptprotagonisten identifiziert, einem Fremden in einer unfreundlichen Umgebung, jemandem mit Leidenschaft und einer Vision für die Zukunft. Ach ja, und Bier liebt er übrigens auch. Treffen Sie Adolphus Busch.

Videos treffen besser als Worte den richtigen emotionalen Tonfall und sprechen so ihre ganz eigene Sprache. Finden Sie heraus, welche Emotionen mit Ihrer Marke verbunden werden und welche auch im Video einen emotionalen Anklang finden, ohne dabei kitschig zu wirken.

3. Nutzen Sie Humor (mit Bedacht)

Humor ist die wohl schwierigste aller Disziplinen der Videokunst. Nicht immer kommt der Joke beim Publikum an, nicht immer gelingt die Pointe. Damit Humor seine Wirkung erzielt, muss man sein Publikum gut kennen. Wenn Sie jemals einen Witz erzählt haben, über den niemand gelacht hat, dann wissen Sie, wovon ich spreche. Eine Marke, die den Humor mit Bedacht einsetzt, ist K-Mart mit 13 Millionen Views auf YouTube in einer Woche:

Menschen zum Lachen zu bringen ist jedoch nach wie vor kein Garant für unternehmerischen Erfolg. Ob das Video dafür gesorgt hat, dass K-Marts Shipping-Service öfter in Anspruch genommen wurde, bleibt ungeklärt.
Wenn Sie Humor verwenden, sollten Sie sicherstellen, dass er zu irgendeiner Form von customer action führt. Ganz egal, wie unterhaltend Ihr Video auch sein mag, es wird sein Ziel verfehlen, wenn es Menschen nicht dazu inspiriert, etwas zu tun oder etwas auszuprobieren.

4. Achten Sie auf den Ton (selbst wenn Ihr Publikum es nicht tut)

Ja, sehr viele Menschen sehen sich ein Video an, ohne dabei auf den Ton zu achten oder stellen ihn komplett aus. Doch wenn man zuhört, dann sollte das Ergebnis nicht enttäuschen. Ein schlechter Ton kann die komplette audiovisuelle Erfahrung zunichte machen.
Darauf sollten Sie achten:

  • Nehmen Sie den Ton in einem ruhigen Raum auf
  • Benutzen Sie ein gutes Mikrofon
  • Verwenden Sie die richtige Musik oder verzichten Sie lieber ganz darauf

Wenn Sie Musik verwenden wollen, so müssen Sie diese entweder kaufen oder selbst welche produzieren. Musik hat einen starken Einfluss darauf, wie die Bilder wahrgenommen werden, weshalb Sie gut darauf achten sollten, welche Musik Sie auswählen. Musik hat immer Konsequenzen.
Als Beispiel dient uns die Online-Show Film Riot, eine Webserie zur Filmentwicklung. Diese Episode heißt „How to Manipulate People with Music“, in welcher eine Szene dank der musikalischen Untermalung unterschiedliche Wirkungen erzielt.

5. Nutzen Sie bewusst Farbe (so wie es die großen Filmemacher tun)

Die Art und Weise, wie Sie Farbe verwenden, kann stark beeinflussen, wie Ihr Publikum die Filmerfahrung erlebt. Einige Beispiele dafür, wie man Farbe in Videos einsetzen kann, finden sich in diesem 13-minütigen Video namens 10 Best Uses of Color of All Time.

Selbst wenn Sie mit Ihrem Film nicht für den Oscar nominiert werden wollen, sollten Sie Farben mit Bedacht einsetzen.

6. Bewegung, Bewegung, Bewegung

Bewegung ist wichtig – doch wie viel ist zu viel und wann ist es genug? Natürlich gibt es hierfür keine allgemeingültige Regel und Fernseh-Shows und Filme wechseln regelmäßig zwischen Szenerien, Close-Ups, Hintergrundaktivitäten und so weiter.
Um es simpel zu halten: Menschen sind von Bewegungen vereinnahmt. Wo sich etwas bewegt, dort ist ihre Aufmerksamkeit. Unser Steinzeit-Gehirn wispert uns zu: „Bleib wachsam, irgendwo lauert die Gefahr.“ Wir fühlen uns von Bewegung angezogen, weil es ein Löwe sein könnte, der sich im Blickwinkel anschleicht. Oder eine Nahrungsquelle, die wir benötigen, um zu überleben. Nutzen Sie diese Funktionsweise des menschlichen Gehirns für Ihre Filme. Bereiten Sie beispielsweise ein Video vor, in dem viel gesprochen wird oder in dem eine Person interviewt wird, so halten Sie nicht ununterbrochen auf die Person, sondern wechseln sie zwischen bewegten Bildern zur Illustration und der Person, die die Informationen einspricht. Und im Tourismus zeigen Sie nicht nur Berge, Sonnenauf- und Untergänge, das Meer etc. sondern auch Menschen (falls es dort welche ausser Ihnen gibt).

7. Zeigen Sie Gesicht(er)

Von dem Moment an, in dem wir geboren werden, ziehen uns Gesichter automatisch an. Sogar dort, wo es eigentlich kein Gesicht gibt, sehen wir ein solches. Beispielsweise im Mond. Befinden sich Gesichter in Videos, werden Menschen von diesen automatisch angezogen.

8. Verwenden Sie Bildunterschriften

Ein praktikabler Trick für die Videoproduktion ist es, Bildunterschriften zu verwenden. Dies kann hilfreich sein, um Ausgesprochenes erneut aufzugreifen oder ein Publikum anzusprechen, das den Ton nicht hören kann.
Selbst diejenigen, welche zuhören, werden die Informationen besser verarbeiten können, wenn sie es visuell nochmal vor sich sehen. Widerstehen Sie den kleinen Sprechkästchen, die automatisch von YouTube angeboten werden. Generieren Sie Ihre eigenen Unterschriften und integrieren Sie diese organisch in das Videomaterial.

9. Formulieren Sie eine Call to Action

Ganz egal, wie gut Ihr Video am Ende ist, es wird keinen Erfolg haben, wenn Sie keine Call to Action formulieren. Ein einfaches Mittel ist es, bei YouTube ein paar HotSpots einzubauen, indem Sie dem Video Links hinzufügen, eine E-Mail-Funktion oder Links zu einem Social-Media-Kanal. Vor allem sollte die Aktion leicht ausführbar sein.
Servieren Sie dem Publikum Ihren Call to Action auf dem Tablett, sodass man nur noch zugreifen muss.

10. Machen Sie einen Schluss

Wenn das Publikum Ihr Video zu Ende gesehen hat, was folgt danach? Eventuell ist es Ihr Ziel, diese Personen als Retarget-Ziel auszuwählen um sie per AdWords auf Ihre Website zu holen oder Ihnen ein neues Video zu zeigen oder aber sie auf eine LandingPage zu führen oder zu Ihrem Onlineshop.
Überlegen Sie sich genau, was Ihr idealer Betrachter im nächsten Moment tun würde. Was würde er tun wollen? Und wie können Sie dieses Verlangen befriedigen oder beeinflussen?

Dieser Punkt muss kein Bestandteil Ihres Video sein. Nutzen Sie Ihre Kreativität, um Wege und Möglichkeiten zu entdecken, um Menschen dabei zu helfen, ihre Wünsche zu erfüllen. Was auch immer es ist, machen sie es unwiderstehlich.

Fazit

Diese 10 Punkte sind nur eine kleine Auswahl von Tipps, die Ihnen dabei helfen können, bessere Videos zu produzieren. Probieren Sie selbst aus, welche zu Ihnen passen und mit welchen Sie am Ende gute Resultate erzielen.

Bei der Auswahl einer Online-Marketing Agentur oder Online-PR-Services, achten Sie zumindest auf diese Auszeichnungen:

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