Google Search Console auch für Social & AI
Google rüstet die Search Console mächtig auf (to dos im zweiten Artikelabschnitt)
In Zeiten von AI mehr Einblicke in deine Marke mit Google
Die alte Suche war bequem zu bilanzieren. Eine URL rankt, bekommt eine Impression, bekommt einen Klick und gehört zu einer Domain. Saubere Buchhaltung. Eine KI-Antwort führt keine solche Buchhaltung. Eine Marke lebt dort auf mehreren Domains gleichzeitig: in Reviews, Foren, Medienberichten, auf Hersteller- und Händlerseiten und bei Social Media.
Google mit seiner GSC misst künftig auch deine Social-Posts. ABER DU MUSST ETWAS DAFÜR EINSTELLEN! Die Search Console war bisher das Tool für die Leistung der eigenen Website in der Google Suche. Jetzt führt Google einen neuen Property-Typ ein: platform properties. Damit siehst du, wie deine Beiträge auf Instagram, TikTok, X und YouTube in Google Suche und Discover performen. Du legst dafür eine eigene Property an, wählst eine der vier Plattformen und verifizierst die Verbindung. Danach bekommst du:
- Performance-Bericht: Klicks, Impressionen, Top-Posts und Suchanfragen, exportierbar - oder besser in einem Oplayo Dashboard.
- Insights-Bericht: Traffic-Trends und wie Nutzer deinen Account finden.
- Achievements: Meilensteine, etwa wenn du eine neue Schwelle an Klicks in 28 Tagen erreichst.
Noch ist das nichts Flächendeckendes. Google rollt es schrittweise über die kommenden Wochen aus, zunächst nur für einen Teil der Nutzer.
Klingt nach einem praktischen Analytics-Feature. Ist aber ein größerer Schritt.
Bisher galt: Wer in der Search Console auftauchen wollte, brauchte eine eigene Website. Genau diese Grenze fällt jetzt. Google zieht auch Creator ohne eigene Domain direkt in sein eigenes Messsystem. Damit verschiebt sich, was Search Performance überhaupt bedeutet. Weg von:
- Wie performt meine Website in Google?
- Hin zu: Wie performt meine gesamte Präsenz in Google, über alle Plattformen?
Das ist für viele nützlich. Wer Reichweite über YouTube, TikTok oder Instagram ider X aufbaut, bekommt zum ersten Mal eine konsolidierte Sicht darauf, wie Google diese Inhalte ausspielt.
Das Timing ist mehr als auffällig. AI Search hält immer mehr Nutzer direkt auf der Suchergebnisseite. Die klassischen Klicks auf die eigene Website gehen zurück, und in der Search Console könnte dieser Kanal Monat für Monat schwächer aus. Genau jetzt öffnet Google direkt daneben einen neuen, wachsenden Zahlenraum: Reichweite über Social und Video. Diese neuen Zahlen haben keine Vergangenheit. Sie starten bei null und zeigen fast zwangsläufig Wachstum, während der eine Kanal mit langer Historie schrumpft. Das Gesamtnarrativ bleibt: Google bringt dir Traffic. Nur zählt Google die Quelle neu, und der Vergleich mit der Vergangenheit wird schwerer.
Für SEOs steckt darin ein Haken. Auf der eigenen Website lässt sich fast alles beeinflussen: Struktur, Inhalte, Technik. Wie eine TikTok- oder Instagram-URL in Google auftaucht, kannst du kaum steuern. Die Plattform setzt den Rahmen, Google die Ausspielung. Du bekommst also Insights zu einem Kanal, den du fast nur beobachten, aber kaum optimieren kannst.
Für SEOs und Publisher wird damit eine Frage wichtiger: Was ist eine Erfolgszahl wert, die ich messen, aber kaum noch beeinflussen kann?
Das sind die Schritte die du jetzt unternehmen musst!
So fügst du deinem Konto eine Plattform-Property hinzu:
- Stelle sicher, das du hier in der GSC mit dem Google account eingeloggt bist, der Inhaber deiner Domain ist!
- Öffne die Webseite der Search Console.
- Rufe die Verifizierungsseite der Search Console auf oder öffne an einer beliebigen Stelle in der Search Console das Dropdown-Menü zur Property-Auswahl und klicke auf „Property hinzufügen“.
- Wähle macheinander eine der vier (derzeit) verfügbaren Plattformen aus, die du nutzt: Instagram, TikTok, X, YouTube.
- Befolge die auf dem Bildschirm angezeigten Verifizierungsschritte, um die Verbindung sicher zu autorisieren - dazu musst du auch für Instagram & Co Zugriff haben
Die Darstellung anhand von Oplayo dient als Beispiel! Natürlich ist es bei Euch Eure Domain und Eure Social Profile!
Die verlinkten Social accounts im Oplayo Dashboard
Der Unterschied zwischen einem Amateur und einem Profi ist der, dass der Profi sich im Voraus Gedanken über die Messung macht und sie von Anfang bis Ende einteilt. Deshalb so bald als möglich Social accounts hinzufügen.
Hinweis: Das Hinzufügen solcher Daten ist erst ab dem Oplayo Dashboard möglich - nicht unter den früher ggf. von uns erstellten Lookerstudio Dashboards.
Im Oplayo Dashboard sollte man erkennen, wie die Conversionrate ist und was du pro Lead (CpL) zahlst. Insbesondere dann, wenn du unterschiedliche Kanäle korrekt trennen möchtests. Fragen wie:
- Wie viele Leads brauchen wir damit wir das Quartalsziel erreichen?
- Gibt es eine bestimmte Phase in der Leads (häufig) nicht bearbeitet werden?
- Wie kam der Erstkontakt zustande und über welchen Kanal wurde eine Leadanfrage oder ein Kauf abgeschlossen?
Ich möchte mehr zu Marketing-KPIs per Tracking von Oplayo erfahren: Unverbindlich anfragen
Vom Lead zum Kunden
Es dauert oft lange, bis ein Lead zum ROI beiträgt. Normalerweise braucht ein Käufer 7 Kontakte, bis es zum Kauf kommt. Im Durchschnitt sind 50% der Leads auch nicht kaufbereit, das sollte man also nicht unterschätzen. Deswegen ist es umso wichtiger, dass jeder Kontakt mit dem Unternehmen gemessen wird. Auch Akquisekampagnen, die wenig Leads bringen, können extrem erfolgreich werden, nur weil sie die Markenbekanntheit erhöhen oder schon bekannte Leads binden. In der Vergangenheit haben Marketer meist nur den FT (First Touch) ihrer Kampagnen gemessen oder z.B. in Google Ads den "Last Click". Das Problem: ein Lead kann nach dem FT von einer anderen Kampagne zu einer Opportunity werden, meist wird aber die ursprüngliche Kampagne gemessen. Das ist nur nützlich, wenn es um die Lead Generierung für die Datenbank geht und die Vertriebszyklen sehr kurz sind. Falls die Vertriebszyklen aber länger sind (z.B. bei B2B) und es auch um die Pflege der Leads und deren Kaufbereitschaft geht, sollte man die Leads nach MT (Multi Touch) zuweisen. So teilt sich die Zuweisung von einer Kampagne auf in verschiedene. Beispiel: Ein Lead besucht Deine Website, füllt ein Formular aus und lädt ein E-Book zum Thema Analytics runter. Das Lead ist nun in der Datenbank und Du weißt, dass er Interesse an Analytics hat. Die Kontaktdaten hast Du auch. Jetzt kannst Du z.B. eine Einladung zu einem Analytics-Webinar an seine E-Mail schicken. Er nimmt dann am Webinar teil, danach schickst Du ihm noch einen Rabattcode für eine anstehende Messe und eine Aufzeichnung des Webinars zu. Das Lead hat Interesse und interagiert mit Deinem Content. Auf der Messe wird das Lead von einem Vertriebler gebunden und letzten Endes wird ein Kauf abgeschlossen.