Update vom 11.11.2017: Wir testen seit 2 Monaten (September und Oktober 2017) recht erfolgreich das Tool Keyword Hero.

Oplayo Beratung

Bisher: Eigentlich ist das „not-provided„-Problem ja schon ein alter Hut – seit mindestens zwei Jahren ärgern sich SEOs schon über die fehlenden Keyword-Daten. Zeit genug, sich alternative Lösungen für die Auswertung der eigenen SEO-Maßnahmen und zur Evaluation des Website-Traffics zu überlegen, oder?
Leider beobachte ich bei viel zu vielen Analytics-Konten, dass der „not-provided“ Traffic einfach so hingenommen wird. Daher nehme ich mir das Problem noch einmal vor und erkläre, wie man zumindest einen Teil der Daten zu Gesicht bekommt und wichtige Insights erhalten kann.

Ursprung der ganzen Problematik ist der Schutz der Privatsphäre der User. So wird das genaue Keyword, mit dem eine Sitzung begonnen wurde in rund 90% der Fälle nicht ausgegeben. Das Keyword werden wir auch nicht wiederherstellen können, ABER wir sind in der Lage zumindest die Zielseite der Anfrage herauszufiltern.

Im ersten Schritt zeige ich, wie man den Filter ins eigene Analytics-Konto integriert. Im zweiten Schritt gibt es noch ein paar hilfreiche Tipps, wie man mit den neuen Erkenntnissen und Daten aus der Google Search Console weitere Rückschlüsse ziehen kann.

Guide: Not-Provided Zielseiten anzeigen

 1. Unsere Ausgangsituation

Akquisition-Channels

Ein Klick auf Akquisition im Menü links, liefert uns die Übersicht der verschiedenen Kanäle, die Traffic bringen. In unserem Fall interessiert uns natürlich nur der Anteil Organic Search, bei dem das not-provided-Problem auftritt. Andere Channels, wie etwa Paid Search lassen sich ja klar analysieren.

organic2

Ein Konto ohne entsprechenden Filter liefert bei Auswahl des organischen Traffics in aller Regel folgendes Bild:

Not-Provided

Wir sehen, dass für rund 92% der 786 Sitzungen im gewählten Zeitraum keine Daten über das angefragte Keyword vorliegen. Schauen wir uns im Vergleich einmal die Daten aus der Google Search Console für den gleichen Zeitraum an:

Klicks_GSC

Hinweis: Der Wert in der GSC wird in aller Regel von dem in Google Analytics ausgewiesenen abweichen. Das liegt u.a. an verschiedenen Messzeiten, sowie der Filterung der GSC-Daten – hier tauchen nur Suchanfragen über Google auf, in den „not-provided“-Sitzungen in GA sind es zudem auch Anfragen über andere Suchmaschinen.

 

2. Einbau des Filters 

Eine wichtige Anmerkung vorweg: der Filter funktioniert nicht rückwirkend, da dieser ankommende Klicks sozusagen in Echtzeit filtert und die Daten ersetzt. Das sehen wir auch an der Struktur des Filters.

 

Schritt 1:

Unter dem Reiter Verwalten in Google Analytics die entsprechende Property (=zu filternde Website) auswählen. Dann eine neue Datenansicht generieren – bei einem bisher ungefilterten Konto ist dies einfach eine Kopie der „Rohdaten“. Sollten Sie bereits Filter, z.B. für Spam, in einer separaten Datenansicht integriert haben, können Sie diese natürlich um den neuen Filter ergänzen. Wichtig bei sämtlichen Veränderungen dieser Art ist es, eine Ansicht mit den Rohdaten zu behalten.

Filter_Step1

 

Schritt 2:

Ist die entsprechende Datenansicht ausgewählt, springen wir in dieser in den Bereich Filter.

Dort  filter_hinzufuegen wählen. Im folgenden Fenster definieren wir, was dieser tun soll. Was das ist, lässt sich so ausdrücken:

„Nimm alle Daten, die „not provided“ liefern und ersetze „not-provided“ durch die angeforderte URL. Damit ich in der Übersicht nachvollziehen kann, dass es sich um Zielseiten mit „not-provided“-Keywords handelt, hänge bitte das Präfix „np-“ vor die URL.“

 

In der Konfiguration des neuen, benutzerdefinierten und erweiterten Filters, sieht das wie folgt aus:

Die Eingaben zum Kopieren und Einfügen:

Feld A -> A extrahieren:
„Kampagnenbegriff“auswählen: „(.not provided.)“ eingeben.

Feld B -> B extrahieren:
„Anforderungs-URL“ auswählen: „(.*)“ eingeben.

Ausgabe in -> Konstruktor:
„Kampagnenbegriff“ auswählen: „np-$B1“ eingeben.

 

Schritt 3:

Speichern und in den nächsten Wochen beobachten, ob der Filter wie gewünscht funktioniert. So wird aus der ersten Ansicht oben, etwa folgendes Bild:

Filter_implemented

Hinweis: „np-/“ steht hier für die Startseite.

 

3. Unser Erkenntnisgewinn

Innerhalb von Google Analytics lassen sich nun:

  • Erfolgreiche Zielseiten identfizieren
  • Absprungrate, Seiten pro Sitzung und Sitzungsdauer für jede einzelne Seite, statt nur in aggregierter Form einsehen
  • noch mehr Insights zu Einzelseiten über sekundäre Dimensionen generieren, z.B. Anzahl mobiler Zugriffe und vieles mehr

Weitere Tipps für Ihre Keyword und Traffic Analyse

Die gewonnen Daten können Sie noch vielfältiger nutzen. Dazu benötigen wir zusätzlich die Daten aus der Google Search Console. Wie bereits angesprochen liefern beide Tools unterschiedliche Daten, was aber nicht weiter schlimm ist, wenn diese richtig interpretiert werden. Das schöne an den Daten aus der GSC ist, dass diese sehr rein sind. Das heißt, Klicks nach Zielseiten liefern unverfälschte Information über die Suchanfrage, die dorthin geführt haben. Aber auch hier werden nicht alle Keywords erfasst – der Grund ist der gleiche wie in Analytics, hinzukommt, dass Suchworte mit einem sehr geringen Suchvolumen ebenfalls nicht erfasst werden. (vgl. https://support.google.com/webmasters/answer/6155685?hl=de)
Außerdem liefert die GSC nur Google-Daten, während in Analytics auch Zugriffe über andere Suchmaschinen erfasst werden.

Was Sie nun aber tun können ist z.B., die Anzahl organischer Zugriffe auf die entsprechende Zielseite aus Analytics mit den Daten aus der GSC in Zusammenhang zu setzen bzw. zu Vergleichen.

Ein Beispiel wäre die Tiefenanalyse bezogen auf Zeiträume oder sogar einzelne Tage. Liefert mir die GSC etwa einen Wert von 5 Sitzungen für einen Tag, von denen nur 2 direkt einem Keyword zuzuordnen sind, hilft ein Blick in Google Analytics für die gleiche Periode. Komme ich dort nur auf 3 Zugriffe, kann ich davon ausgehen, dass 2 der Klicks aus der GSC zwar registriert wurden, aber extrem kurze Zugriffe (Ladeabbrüche) darstellen, bei denen der Google Analytics Code gar nicht ausgelöst wurde. Das passiert vor allem dann häufiger, wenn der Google Analytics Code im Footer, statt im Header der Seite eingebaut wurde. Das MUSS natürlich nicht so sein, aber Grund zu dieser Annahme haben wir allemal.

Vollkommen entschlüsseln werden wir das Problem nicht, aber das Zusammenspiel von (einem gut konfiguriertem) Google Analytics Konto und der Gegenüberstellung der Suchanalyse der Google Search Console, ist ein mächtiges Werkzeug, wichtige Informationen über den eigenen Websitetraffic zu generieren.

Beschäftigen Sie sich auf jeden Fall mit beiden Tools und vor allem den sekundären Dimensionen in Google Analytics! Es gibt eine Menge über die Zielgruppe, ihr Suchverhalten und Zugriffe zu lernen –  auch, wenn man die Keywords nicht kennt!

Falls Sie Fragen zur Verwendung oder Integration von Google Analytics oder der Google Search Console haben – fragen Sie uns gerne!
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