Erstveröffentlichung: 15. März 2020 / 13 Uhr
Updateversion 4: vom 28. März 2020 / 17 Uhr
Hinweis: Dies ist primär ein Artikel „in eigener Sache„. Der Artikel dient auch nicht als Vorlage „so gehst Du idealerweise vor“. Dieser Artikel beruht zunächst nur auf unseren Insights und das Team von Oplayo würde sich über weitere Anregungen, Tipps, Widersprüche etc. freuen. Schreibt einen Kommentar und wenn passend bauen wir diesen in eine Updatversion (auch mit Link 🙂 ) ein.

[Update 4 / 28.3.20-17.00]:
Krisengewinner? Google hilft mit 800.000.000 USD.
Auch in der zweiten Woche mit Home-Office für alle Mitarbeiter von Oplayo galt: Business as usual – oder eher noch mehr zu tun. Obgleich uns Kunden im Tourismus teilweise weggebrochen sind konnten wir das mit Neu- und Bestandskunden kompensieren. Hilfreich dabei ist unsere Teilnahme im Programm GO DIGITAL des BMWi seit 2018. Hier werden derzeit auch die Einrichtung von Home Office Arbeitsplätzen mitgefördert. Wer in den letzten Jahren gut gewirtschaftet hat und jetzt klug investiert kann auch diese Krise überstehen – einige vielleicht besser dastehen als vorher. ABER: Bedenklich stimmen uns einige „Crash- und Umverteilungsanzeichen [Video] oder als Text „Dirk Müller: … die große Umverteilung!„. Man muss nicht mit jeder Aussage darin übereinstimmen! Auch mit Matthias Horx muss man nicht voll übereinstimmen. Aber Nachdenken lohnt. Auch die 800 Mio. USD Hilfen von Google sind gut und auch die 340 Mio. USD Hilfen für Google Ads Kunden sind ebenso hilfreich wie die angekündigten100 Mio. USD von Facebook. Wir verstehen auch Entscheidungen wie diese von Coca Cola, nicht aber aber die von Adidas! Deshalb möchte Oplayo als kleine Agentur sich einbringen:

Oplayo Hilfsprogramm:

Bis zu 10 Interessenten, die vor dem 11.3.2020 nicht mit uns in Kontakt standen oder in einer bestehenden Geschäftsbeziehung waren, gewähren wir bis zu 100% Rabatt auf die Handlingkosten von Google Ads oder Facebook Ads oder Native Ads oder LinkedIN Ads etc. Die Mediakosten werden direkt von Google/Facebook/LinkedIN etc. an diese Kunden berechnet. Wir wählen die Interessenten nach unserer Ansicht objektiven Kriterien bis 10. April 2020 aus. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Sprechen Sie uns unverbindlich an.

[Update 3 / 23.3.20-13.30]:
Erste Datenanalyse.
Jeder Kunde bei uns ist individuell und speziell. Wir können z.B. feststellen:

  • Kunde A (Segment Bauen / Wohnen – B2C)
    Vergleich:
    Sonntag, 2. Februar zu Sonntag 22. März 2020
    Anzahl der Anfragen (Leads) über alle Quellen: 15 zu 53 (massive Steigerung)
    Anzahl der Conversion (nur Google Ads): 6 zu 18 (verdreifacht)
    Kosten (nur Google Ads): 170 € zu 430 € (erheblich gestiegen, ABER:)
    Kosten pro Lead (nur Google Ads) 28,50 € zu 23,90 € (etwas besser als vor 7 Wochen)
  • Kunde B (Segment „Tourismus“ (aber keine kurzfristigen Buchungen!) – nur Prospektbestellungen für die Zukunft
    Vergleich:
    Vorletztes Wochende: 55 Leads
    Letztes Wochenende: 66 Leads
    Dieses Wochenende: 188 Leads

Wir können keine Generalaussagen treffen. Aber unsere Datenbasis ist ausreichend genau um nach ca. 4 Tagen zu sagen: Bringt was oder sein lassen. Der in der Presse immer wieder zu lesende Nachfrage-total-ausfall (außer Lebensmittel und Toilettenpapier) stimmt so generell nicht. Wir haben ein Mix aus Nachfragetotalausfall, einige Nachfrageschwächen oder manchmal auch erhöhte Nachfrage (für die Zukunft). Lassen Sie sich zur Leadgenerierung individuell von uns beraten. Jetzt unverbindlich beraten lassen!
Eine allgemein gültige Aussage zu treffen, was Werbetreibende aktuell bei Facebook und Google tun sollten, ist natürlich nicht möglich. Zu den unzähligen Variablen wie Unternehmensgröße, Budget, Zielgruppe und so weiter kommt dieser Tage die Tatsache hinzu, dass Entwicklungen rund um das Coronavirus öfters noch geltende Voraussetzungen auf den Kopf stellen. Mit einer Entschleunigung, die viele Menschen aktuell ganz sicher erleben dürften, hat das aber nichts zu tun – zumindest nicht, wenn es um Entscheidungen in Unternehmen geht. „Gerade für die geht es jetzt genau um das Gegenteil. Die Krise zwingt zu schnellem Handeln.
Ein paar Grundregeln gibt es zu beachten. Es spricht also auch in diesen Zeiten nichts dagegen, Marketing zu betreiben. Allerdings: „Was man auf keinen Fall tun sollte, ist mit simplen Rabatten zu werben, wo der Code im schlimmsten Fall ‚covid-19‘ lautet und 19 Prozent Rabatt gibt.“ Ansonsten gehe es noch stärker als sonst um eine klare Kommunikation und Transparenz (Besteht das Risiko von Lieferengpässen?) – und das Analysieren aller Performance-Kanäle. Die Notwendigkeit, Kampagnen sehr regelmäßig auszuwerten, war noch nie so groß! Die entscheidende Frage ist: Welcher Euro bringt wie viel Return?

[Update 2 / 20.3.20-16.00]:
Wir danken allen Kunden, Interessenten und Partnern für ihren Support. So konnten wir diese Woche den Geschäftsbetrieb uneingeschränkt aufrecht erhalten. Trotz ausgefallener Präsenz-Meetings konnten wir per Web-Telcos einen neuen Kunden und ein neues Projekt akquirieren.
Lesetipp: „Digitaler Event mit YouTube“ (PDF)

Usertipp von der Charité (App / Website)
App der Charité

DANKE & ein schönes WE, trotz der Krise

[Update 1 / 17.3.20-11.30]:
Wer seine Mitarbeiter*innen nun ins Home Office schickt (wenn irgendwie möglich – macht das!) hier ein Home Office Guide von t3n:

Chancen nutzen, wenn es geht (Wo Digitalwerbung von der Krise profitiert)

===Original===

Kluger Mann baut vor?

Als das Coronavirus im Januar in China ausbrach war das ganz weit weg. Als es zunächst bei einem Mitarbeiter der Fa. Webasto in der Nähe von München Ende Januar (27.1.2020) ausbrach – für mich ein paar „Einzelfälle“. Als die ersten Meldungen kamen „Italien kämpft gegen das Virus“ (24. Februar 2020) oder „Zahl der Infizierten in Heinsberg steigt deutlich an“ (28.2.2020) fing ich an zu fragen „Hat das Auswirkungen auf meine Kollegen bei Oplayo?“ und „Was kann das für unsere Kunden / Interessenten bedeuten?„. Die Reaktion in der Firma: „Da machen wir uns Gedanken drüber, wenn es so weit ist“. Habe ich ignoriert und versucht etwas fundiertes zur Verbreitung des Virus etc. zu finden. Das begann dann am 2.3.2020 hier auf NDR Info im Podcast mit Prof. Dr. Christian Drosten. Seit Montag, 9. März 2020 begannen wir mit Planspielen und ersten Aktionen. Seit Freitag, 13.3.2020 wurde (fast) ganz Europa in den Notbetrieb geschaltet (mehr dazu unten). Gut ist es dann, wenn man sich bereits über Jahre mit dem Thema des „Schwarzen Schwans“ auseinandergesetzt hat. Unbedingt das Buch dazu lesen. Auch Berater und Freunde mit anderen Einblicken waren und sind hilfreich! Dennoch: Nichts ist mehr so, wie es war!

Das größtmögliche Dilemma

Für die Politik und deren Experten gilt es Menschenleben zu retten, aber andererseits die Wirtschaft nicht komplett abstürzen zu lassen. Größer kann ein Dilemma kaum sein. Da ist unsere Betrachtungsweise ja noch trivial. Wir danken an dieser Stelle allen Mitarbeitern im Gesundheitswesen, dem Robert Koch Institut, der Polizei, der Bundesregierung, dem Bundestag mit seinen 3 Lesungen an einem Tag, der IHK Berlin und vielen weiteren Entscheidungsträgern in Bund, Land und Gemeinden.

Die ersten Änderungsschritte

Um die nächsten Ausführungen besser nachvollziehen zu können sollte man folgendes über uns wissen. Wir arbeiten, grob simplifiziert, in den Bereichen

  • SEO
  • Analytics / Tracking
  • PPC

und das für unterschiedliche Branchen mit unterschiedlichen Firmengrößen.

Das Thema Analytics und Tracking bildet bei uns das Herzstück aller Arbeiten. Um das an einem Beispiel zu verdeutlichen: Wir legen in parametrisierten Listen ab, wann ein Besucher, der einmal auf meiner Website war wieder angesprochen wird (Re-Marketing). Die Listen sind typischerweise geclustert nach Verweildauer (je länger auf der Website) und/oder Seitenaufrufe u.v.m. umso öfter erfolgt eine Wiederansprache binnen 7 Tage bis max. 30 Tage.
Was wenn aber nun ein Kunde aufgrund der Krise sagt „Ich möchte weiterhin Interessenten über meiner Website generieren (egal ob über SEO, SEA, Direkt etc.), auch dann, wenn diese momentan nicht konvertieren, aber damit ich diese nach 30, 60 oder 180 Tagen wieder ansprechen kann“. Dieses Szenario gab es bis Mitte der Woche bei uns nicht, weil wir dieses ungewöhnliche Szenario (quasi ein mini-Schwarzer Schwan) schlicht nicht bedacht haben. Jetzt ist es drin und kann nach Kundenwunsch aktiviert werden. Die Effizienz solcher Maßnahmen wird umso schlechter werden je länger der Zeitraum gewählt wird / die Krise andauert. Solche Krisenszenarien gibt es allerdings in etlichen Ausprägungen. Haben wir nun an alle gedacht? Wissen wir nicht, aber wir können ziemlich schnell justieren – über alle Kunde mit gleichem Szenario hinweg.

Thema SEO

Schnell war klar, beim Thema SEO brauchen wir bei allen Kunden keine inhaltliche Veränderung vorzunehmen, es sei denn das Budget des Kunden würde durch die Coronakrose beeinträchtigt.

In der Krise werden die Marktanteile neu verteilt – jetzt?

Bei ausbleibender Nachfrage könne diese geplanten Umsätze definitiv nicht wiedergebracht werden. Punkt.

Bereich Tourismus / Freizeit oder vergleichbar (die Branche mit den derzeit größten Sorgen)

Wer im Moment Italienreisen für Frühjahr 2020 anbietet oder Kreuzfahrttouren, der sollte das definitiv nicht bewerben. Aber durch geschickte Anpassung im Onlinemarketing, z.B. durch zeitliche Verlagerung oder Budgetveränderungen z.B. zugunsten des Brands können diese extrem negativen Effekte zum Teil nach der Krise wieder schneller zurückerobert werden. Wer ein Hotel in Tirol betreibt und nun dessen Frühlingsangebote bewerben wollte – sicher sein lassen oder stoppen. Aber dennoch schon jetzt auf Sicht für den sehr wahrscheinlich extrem schwächeren Sommer 2020 und für den Winter 2020/21 vorbauen. Ein Hotelier gab uns zurück „Ich glaub nicht dass es Sinn macht jetzt großartig zu werben, wenn bald halb Europa Kopf steht“. Bei kleinem Budget ist eine Auszeit durchaus anzuraten um das Budget für andere Saisonzeiten zu reservieren.
Anders mag es bei einem Stadthotel in Deutschland (im Moment) noch aussehen. Ehe das Haus leer steht kann man schon versuchen die durchaus geringere Nachfrage besser abzuschöpfen. Wir raten dabei nicht über den Preis zu gehen. Ein Extra hie und da ist ok, aber bitte keine 70% Rabatte.

Wer jetzt sogar mehr werben sollte!

Üblicherweise liefe jetzt die Saison zur Buchung der großen Sommerferien. Das wird im Moment eher ausbleiben. Aber Tagestouren zu zweit oder mit der Familie werden hoffentlich noch gemacht werden. Besser jetzt raus, statt nur Netflix & Co.. Auch auch wer Sportgeräte vertreibt, z.B. Fahrräder oder e-Bikes, der sollte durchaus (verstärkt) weitermachen, wenn er liefern kann! Insbesondere dann, wenn der Verkauf online erfolgt.

Bereich Bauen/Wohnen für Endkonsumenten (B2C)

Wir sehen hier in der letzten Woche bis heute sogar einen Aufwärtstrend. ABER, der Kanal sollte zum Teil gewechselt werden. Die pro-aktive Suche fällt derzeit eher schwach aus, aber über Facebook Posts, Video Ads und Display Ads kann ich schlummernde Potentiale aktuell besser heben.

Bereich Bauen/Wohnen für gewerbliche Kunden / Industrie (B2B)

Hier sehen wir aufgrund der üblicherweise langen Vorlaufzeiten und Entscheidungsprozesse keine Veränderung. Egal wie es läuft: Für die Zeit nach der Krise braucht ihr ausreichend viele Leads!

Einzelbetrachtung statt Generalaussagen und dennoch Chancen

Wir haben die letzte Woche genutzt und jeden Kunden aus unserer Sicht analysiert. Als am Donnerstag, 12.3.2020 um 20 Uhr diese Pressekonferenz kam

war uns klar: Morgen, Freitag 13.3.2020 sollten wir proaktiv mit jedem Kunden reden. Das haben wir zu 90% bereits hinter uns. In allen Bereichen heißt es nun bedacht, aber zügig handeln. Ein ganz anderes Beispiel dazu hier.

Offline geht zurück – Corona hin oder her

Der Trend der letzten Jahre, dass immer mehr Zeit online verbracht wird, wird in der Krise nochmals deutlich verstärkt. Zum einen spielt dabei der Fakt der Verunsicherung eine große Rolle – Publisherwebsites haben regen Zulauf und das bei oft sinkenden Klickpreisen. Viele Aktivitäten werden mehr und mehr auf Online-Anbieter verlagert – das betrifft auch Pizzerien, die offline liefern, aber ihre Zielgruppe online erreichen kann.

Und konkret zu Oplayo & Corona?

Am Freitag, 13.3. wurde beschlossen, dass ab Montag, 16. März 2020 alle Mitarbeiter bei Oplayo Home Office betreiben. Da auch Kitas geschlossen werden, kann das an der ein oder anderen Stelle etwas unproduktiver werden. Aber die Gesundheit aller geht vor! Für unsere Kunden sind wir telefonisch, per Slack und e-mails uneingeschränkt erreichbar und verfügbar. Meetings mit Kunden finden nur in kleinsten Runden, wenn unumgänglich, statt. Dank noch guter Auftragslage steht das Thema Kurzarbeit bei uns die nächsten 2 – 3 Monate nicht an. Aber: Alles kann sich ändern. Wir agieren auf Sicht. Gerne teilen wir datengetriebene Einblicke mit unseren Kunden und Euch und erörtern Lösungen für diverse Zeitspannen. Derzeit ist unsere valide Datenbasis allerdings noch zu dünn. Noch eine Lesetipp fürs Home Office.

Stay healthy & safe!

Erfahre mehr über die Philosophie von Oplayo in diesem PDF

Bei der Auswahl eines Online-Marketing Beratungs- und Serviceunternehmens oder eines Performance Marketing Teams achten Sie zumindest auf diese Auszeichnungen:PartnerBadge-HorizontalSEO 2015

Oplayo ist nun auch ein autorisiertes Beratungsunternehmen für „Digitale Markterschließung“ und „Digitalisierte Geschäftsprozesse“ 

Lassen Sie sich von uns beraten wie Sie davon profitieren können!