Solltest Du dir Sorgen um deine Rankings machen?

Der SEO & Google Mobile First Index hat viele User beim allmächtigen Suchmaschinen-Ranking-Thema aufgeschreckt. Nach einigem Abwägen wurde selbst Google klar, dass der bisherige Kommunikations-Plan für mehr Verwirrung als Klarheit sorgte. In einer Reihe von Tweets sprach Google sämtliche Probleme an, wie, dass zwischengespeicherte Seiten aus dem Cache mit Mobile-First Suchergebnissen angezeigt werden, bis zur Aufklärung, dass „Hamburger“-Menüs in Ordnung sind. Wegen der Vielzahl von Websites und der Sorge über natürliche Suchmaschinen-Rankings wimmelt es allerdings immer noch an Verwirrung. Lass mich ein paar häufig aufkommende Fragen beantworten. Um zu erfahren, ob Deine Website in Ordnung ist, wo die größten Probleme auftauchen können und wie Du Ihre Rankings aufrecht erhalten kannst, beantworte ich nun häufiger aufkommende Fragen.

Warum Mobile-First?

Bis vor kurzem basierte der Google-Index auf der Desktop-Nutzung von Websites. Jetzt wird allerdings vor allem der mobile Index für Suchmaschinen-Ergebnisseiten (SERPs) verwendet, da Nutzer zunehmend auf ihren mobilen Geräten nach Inhalten suchen als auf ihren Desktops. Studien zeigen den Trend, dass die Anzahl der Suchanfragen und Zeit auf Websites mit Smartphones und Tablets wahrscheinlich extrem wachsen wird.

Der Googlebot Mobile wird Deine Webseite regelmäßig besuchen. Google geht auf „Best practices for mobile-first indexing“ ins Detail und erklärt dies folgendermaßen auf Twitter:

Woher wissen wir, ob unsere Website Teil des Mobile-First ist? Gibt es eine Art Symbol in den SERPs?

Ich weiß nichts von geplanten Symbole, die diese Suchergebnisse von den anderen unterscheiden würden. Google hat jedoch viele Website-Betreiber darüber informiert, dass die Websites mit Mobile-First indexiert sind.

SSL ein Muss

Und auch hier, wie bei SSL (zu Chrome V. 68) , Google ließ sich Zeit mit dieser Veränderung. Es wurde sogar empfohlen, zunächst Websites zu migrieren, die den Anforderungen der mobilfreundlichen Indexierung entsprechen.

Wir haben keine Mail bekommen. Haben wir etwas falsch gemacht?

Es ist ein langsamer Prozess. Du wirst dadurch nicht benachteiligt. Google greift sich die Websites, die es als eindeutig mobilfreundlich einstufen kann, heraus. Es scheint so, dass Google Websitebetreiber in Schüben benachrichtigt, um Probleme zu identifizieren und zu minimieren.

Was, wenn wir keine mobile Webseite haben?

Du hast eine ob Du willst oder nicht.

Manche Marketer sind der Meinung, dass sich eine mobile Webseite von einer Desktop-Webseite unterscheidet – zum Beispiel eine „m“-Seite wie m.spiel.de (bekannt als m-Punkt). Aus Sicht von Google ist praktisch jede Website, die auf einem mobilen Gerät gerendert wird, eine mobile Website – egal wie schlecht sie auf dem Bildschirm erscheint. Sie könnte gegen zahlreiche handyfreundliche Richtlinien verstoßen und dennoch eine mobile Website sein.

Werden die Rankings besser oder schlechter?

Deine Rankings können zwar steigen oder fallen, aber nicht wegen Mobile-First. Die mobile Benutzerfreundlichkeit ist nicht relevant wie die Wörter in einem H1-Tag, Backlinks oder Bild-Alt-Attribut. Das Ranking hängt davon ab, wie die Website im Hinblick auf den Wettbewerb geschrieben und codiert wurde. Google hat immer noch nur einen einzigen Index, in dem Deine Webseite ist. Google hat Deinen Content nicht in eine neue Welt geworfen und erwartet jetzt auch nicht von Dir, dass Du dich anpasst.

Werden Webseiten entlistet?

Nein, nicht wegen Mobile-First. Mit Webspam könntest Du sicher gegen die Qualitätsrichtlinien von Google verstoßen. Aber der Mobile-First-Switch bedroht Deine Webseiten nicht. Websites werden wegen Sachen wie dem Verstecken von weißem Text in einem weißen Hintergrund, dem Erzeugen von massenweise Spam-Backlinks und dem Duplizieren einer Website mit einem zweiten Domainnamen abgestraft.

Müssen wir uns Sorgen machen?

Von Anfang an gab Google an, dass viele Websites in Ordnung wären. Hast Du eine responsive Webseite und sieht Deine Website auf einem Desktop, Tablet oder Smartphone gut aus, ändert sich nichts Großartiges. Damit bist Du gut dabei.

Wer sollte sich darum kümmern?

Sorge Dich erst, wenn Deine Website nicht als mobilfreundlich eingestuft wird. Mache den Google Mobile-Friendly-Test, einfach URL eingeben und los.

Häufige Probleme sind winziger Text, Inhalte, die nicht dem Viewport angepasst sind, und Buttons oder Links, die zu nah aneinander liegen. Falls Deine Webseite zu kurz kommt, werden die Auswirkungen möglicherweise heute nicht zu sehen sein. Letztendlich beharrt Google darauf, dass Mobile-First keinen Ranking-Einfluss hat. Aber da Google den Schwerpunkt auf mobile Geräte legt, solltest Du die mobilen Standards auch erfüllen.

Websites mit m-Punkten könnten besonders problematisch sein

Google empfahl Unternehmen, sich von m-Punkten zu trennen und responsive Websites zu nutzen. Nicht jeder hörte darauf und den Preis müssen sie ggf. dafür bezahlen. Darüber hinaus rät Google davon ab, eine m-dot-Website und gleichzeitig eine responsive Website zu haben. Dies verwirrt die Google-Suchmaschine und genau das gilt es ja zu vermeiden.

John Mueller, Webmaster-Trends Analyst bei Google, unterstrich das Anliegen im Juni auf Twitter:

M-Punkte haben Nachteile. Für den Anfang könnten sie weniger Seiten beinhalten als die Desktop-Version. Wenn Google nur den m-Punkt indexiert, würde die Seite auf schreckliche Weise verlieren. Mobile Seiten sind meist kürzer, was bedeutet, dass die Seite weniger Möglichkeiten hat, für lange Keyword-Phrasen gut zu ranken. Natürlich könnte man sich immer seinen Weg zur größeren Desktop-Version navigieren. In der Zwischenzeit hast Du Deine m-dot-Website für mobile Sucher in Google eingeführt, welche möglicherweise aufgrund der kleineren Seitenanzahl in der m-dot-Version eingeschränkte Suchergebnisse erhalten.

Könnte Google alles kombinieren – Ergebnisse Deiner mobilen Seiten und DEiner vollen Desktop-Version? Es ist ja nicht so, dass Google für Deine Desktop-Seite blind ist. Aber Google ist aus einem bestimmten Grund auf Mobile-First umgestiegen. Warum also riskieren, dass einige der Desktop-Seiten Deiner Website untertauchen könnten? Sephora veranschaulicht das Problem auf einigen Ebenen. Ich weiß nicht, ob Sephora die Mobile-first-Nachricht erhalten hat, zumindest verwaltet es eindeutig einen separate M-Punkt-Webseite .

Ja, Sephora hat einige gute Rankings (mehr dazu gleich), aber Google zeigt im Vergleich zu Desktops weitaus weniger Ergebnisse auf einem Mobiltelefon. Google zeigt 8.960 Seiten / Dateien mit der M-Punkt und 197.000 mit der Desktop-Version.

Autsch. Vielleicht sollte sich Sephora mal Gedanken machen, dass 100.000 seiner Seiten für mobile Sucher nicht verfügbar sind. Vielleicht ist es Googles Art zu sagen: „Du bleibst bei M-Punkt? Gut, dann kriegt der Nutzer eben nur ein paar Ergebnisse.“ Wahrscheinlicher ist es wohl, dass Google mit seiner Implementierung noch nicht fertig ist. Zum Glück für Sephora rangiert es gut auf Mobil für wettbewerbsfähige allgemeine Keywords, wie zuerst für Make-up mit 368.000 monatlichen Suchanfragen und für Lippenstift mit 60.500 monatlichen Suchanfragen. Ähnliche Ergebnisse erzielt die Seite mit der Desktop-Suche. Obwohl mobile Sucher nicht so viele Seiten sehen, ist das vielleicht in Ordnung, solange Sephora für wertvolle Keyword-Phrasen rankt. Sephoras Autoritätswert ist 89 (von 100) des MOZ-Index, welcher Backlinks und zugehörige Faktoren nachverfolgt. Wenn Du die M-Punkt-Seite behälst, stelle sicher, dass die mobile Website den gleichen Inhalt wie die Desktop-Version aufweist. Mit technischem Know-How, wie beispielsweise in Form von Hinweisen, kannst Du sogar Duplicate Content vermeiden.

Welche anderen Arten von Websites könnten angreifbar sein?

Old-School-Websites, die sich nicht an die Zeit anpassen, werden leiden – vielleicht nicht bald, aber es wird passieren.

Wenn Du eine Website hast, die auf einem mobilen Gerät schwer zu verwenden ist, ist das sehr unattraktiv für Besucher und nach ein paar Sekunden sind diese auch schon wieder weg. Mit einem überholten und minderwertigen Design enttäuschst Du deine Besucher. Und das enttäuscht auch Google, welches der Website aufgrund von Navigationsproblemen, Seitenladegeschwindigkeit und trockenen Inhalten, die Besucher nicht ansprechen, bereits niedrige Platzierungen beschert. Du kannst Deine Rankings sehr wahrscheinlich mit einem Website-Redesign verbessern, welches gleichzeitig für Mobile optimiert ist. Websites der Marktführer dürften die Auswirkungen wohl nicht so stark spüren. Google scheint ihnen einen beträchtlichen Spielraum zu geben. Große Unternehmen schneiden routinemäßig gut ab, auch wenn sie keine Bilder optimieren, keine Keywords in Headern und nur begrenzten Text auf Seiten haben.

Google ist sich über Marathon Petroleum Corp. bewusst, was so auf Smartphones angezeigt wird:

Ohne Zweifel, das ist bei weitem nicht mobilfreundlich.

Aber das Ding ist: In Googles Augen ist sie das. Obwohl die Website alle möglichen andere SEO-Mängel aufweist, rankt sie immer noch gut für mehrere Keyword-Phrasen. Im Gegensatz zu Sephora hat Marathon keine eigenständige mobile Website. Auf dem Desktop sind 7.890 Seiten / Dateien bei Google indiziert. Einige der mobilen Ranking Ergebnisse sind niedriger als die des Desktops, einschließlich „Marathon Petroleum Stock“ mit 3.600 monatlichen Suchanfragen (10. auf Desktop und 14. auf Mobil) und „Marathon Gas Card“ mit 2.900 monatlichen Suchanfragen (dritte auf Desktop und fünfte auf Mobil). Auf Marathon wartet eine Menge Arbeit bezüglich des mobilen Designs und ohne eine sichere Seite via HTTPS wird es nun auch ziemlich spät für sie. (Google kündigte bereits 2014 an, dass die Verschlüsselung einer Website als Ranking-Faktor verwendet wird.)

Auf welcher Website stimmt schon Alles?

Verdienen irgendwelche Websites wirklich immer ein A+++? Ich bezweifle das. Aber Cisco ist einen Blick wert, da die Responsive-Website im Wesentlichen für Mobilgeräte optimiert ist. Google zeigt 2,3 Millionen Ergebnisse bei der Verwendung der Website www.cisco.com auf einem Desktop-Computer (Komischerweise zeigt Google die Suchergebnisse insgesamt nicht für mobile Nutzer an).

Wie kann man die Situation überwachen?

Falls Du eine M-Punkt-Seite verwendest, Du ungewöhnliche Muster bei Crawling-Daten für Websites in der Suchmaschine verwendest, würde Google dich direkt kontaktieren.

Überwache Deine Website-Seiten mit dieser einfachen Technik:

site:yourwebsite.com oder site:m.yourwebsite.com (statt www im Browser eingeben)

Du siehst die Anzahl der Seiten und Dokumente, die Google entdeckt hat. Du willst in der Regel nicht, dass diese Zahl abnimmt. Beachte, dass dies öffentliche Daten sind und Google möglicherweise nicht alle Seiten anzeigt, die indexiert wurden. Aber es ist ein guter Indikator. Vielleicht möchtest Du sich auch einen großartigen Post, den Bridget Randolph für MOZ geschrieben hat oder einen Artikel von Glenn Gabe mit G-Squared Interactive (GSQi) anschauen.

Auch hier ist Mobile-First keine Rankingvariable. Aber Rankings sind ein großes Anliegen. Du kannst sie mit Tools wie Sistrix so oft überwachen, wie Du möchtest. Hier ein paar Reminder, was Rankings beeinflussen kann:

  • Sich verändernde Algorithmen
  • Inhalte angesichts des Wettbewerbs ändern (auch der Einstieg von neuer Konkurrenz in den Markt)
  • Webseiten-Updates – Hinzufügen von Seiten, Erstellen neuer Inhalte, Überarbeitung vorhandener Seiten und Einbau interner Links

Außerdem ändern sich auch die SERPs von Google. Abhängig vom Keyword kann Google alle Arten von Elementen, wie z. B. Featured Snippets und verwandte Suchanfragen, über und in einem traditionellen Satz von 10 natürlichen Ergebnissen anzeigen. Denke daran, dass sich Dein Ranking jederzeit auch ohne ersichtlichen Grund ändern kann. Eine Keyword-Phrase kann in dieser Woche für eine Seite und in der nächsten Woche für eine andere Seite ranken, wenn auch eher unwahrscheinlich, dass solche Änderungen so schnell erfolgen. SEO ist Marathon und kein Sprint..

Wirf einen Blick auf deine Daten

Wie viel natürlichen Traffic hat die Seite in den letzten 90 Tagen oder im letzten Jahr generiert? Wie vergleichen sich diese Daten mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres? Vielleicht zieht eine Deiner Seiten nur fünf Besucher pro Monat von Google an. Was ist, wenn das Haupt-Keyword für diese Seite auf Platz 22 und jetzt auf Platz 34 rankt? Interessiert das wirklich? Wenn Dein Ranking von Nr. 3 auf 12 fällt, könnte dies ein Grund zur Sorge sein, insbesondere wenn die Keyword-Wortgruppe ein beträchtliches Suchvolumen aufweist und die Absicht des Käufers widerspiegelt. Sichere einen Verlauf, eine Historie deiner Rankings. Wenn diese für viele Seiten fallen, könntest Du dich fragen, ob der Wechsel zu Mobile-First irgendwie Fehler in Deiner SEO-Strategie aufgedeckt hat.

Was hast Du bisher mit Google’s Mobile-First erlebt? Bist du sorglos oder immer noch besorgt? Schreib es in die Kommentare.

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