Alexa, worauf muss ich bei Voice Search achten?

Die Antwort: Du befindest Dich in der näheren Umgebung von {korrekte Kleinstadt}. Aha. Wohl doch noch nicht so ausgreift?

Hey, Google, worauf muss ich bei der Sprachsuche achten?


Interessant. Aber noch interessanter: Dieser Artikel hier auf Oplayo ist vom 18. März 2014 (ursprünglich)!

Das Update zum Artikel aus 2014 gibt es hier:

Vielleicht ist es aber auch vier Jahre danach lohnenswert dies aus März 2014 zu lesen: Gerade bei Smartphones und nicht nur bei Sprachassistenten liegt der Wunsch nahe, bestimmte Funktionen – speziell auch das Suchen per Sprachbefehl ausführen zu können. Laptops und stationäre PCs haben heute ebenfalls meist Mikrofone, so dass auch hier Sprachfunktionen wie Voice Search, das Suchen mit gesprochener Sprache, vielen Anwendern wünschenswert erscheinen dürften.

Grundsätzliches zur Spracherkennung

Sicherlich sind wir bei nüchterner Betrachtung noch Lichtjahre einige Jahre von Robotern und Computern entfernt, mit denen man sich wirklich per echter Konversation unterhalten kann wie mit Menschen, aber es gibt 2018 mehr als nur erste Ansätze. Grundsätzlich gliedert sich das Erkennen gesprochener Sprache in zwei Stufen:

Das erste funktioniert zumindest bei einzelnen Worten, z.B. bei Call-Centern, schon recht gut. Schwieriger wird es bei Sätzen – wie so mancher feststellen musste, der die vollmundigen Versprechungen zu manchen Spracherkennungsprogrammen vollumfänglich glaubt.

2014: Die zweite Stufe wird auch bei Systemen benötigt, die auf eingetippte Worte reagieren. Wer schon einmal mit einem Tool die Suchanfragen analysiert hat, mit denen bestimmte Inhalte im Web gefunden wurden, weiß, dass viele Menschen bei Google komplette Fragesätze eingeben wie etwa „Wo gibt es billiges Bier?“ Google liefert – wie man leicht selbst ausprobieren kann – auf eine solche Anfrage Seiten, auf den die Worte „Bier“ und „billig“ bzw. Synonyme dazu vorkommen. Bei einem unbedarften Anwender kann daher leicht der Eindruck entstehen, dass Google die Frage tatsächlich verstanden hätte, denn es wurde ja das Gewünschte zurückgegeben.
Tatsächlich hat Google natürlich den Satz nicht wirklich verstanden, sondern lediglich auf die Begriffe „Bier“ und „billig“ reduziert. Das ergibt sich sogar automatisch, wenn der Algorithmus zunächst nach Fundstellen sucht, die alle Worte der Anfrage enthalten und dann nach solchen, auf denen wenigstens ein Teil derselben vorkommt.

2018: Die zweite Stufe wird auch bei Systemen benötigt, die auf eingetippte Worte reagieren. Wer schon einmal mit einem Tool die Suchanfragen analysiert hat, mit denen bestimmte Inhalte im Web gefunden wurden, weiß, dass viele Menschen bei Google komplette Fragesätze eingeben wie etwa „Wo gibt es billiges Bier?“ Google liefert – wie man leicht selbst ausprobieren kann – auf eine solche Anfrage Seiten, auf den die Worte „Bier“ und „billig“ bzw. Synonyme dazu vorkommen. Google & Co. verstehen zwar noch nicht alle Zusammenhänge, aber deutlich mehr als 2014. AI und besseren Algorithmen sei Dank.

Im Prinzip reicht es heute nicht mehr aus, wenn bei einer Suche mit gesprochener Sprache erst einmal nur die einzelnen Worte der Suchanfrage erkannt werden. So gesehen ist die Suche mit gesprochenen Suchanfragen heute keine reine Anwendung der Sprachsteuerung mehr! Dank stets aufwendigerer Hard- und Software werden nun bereits Interpretationen ermöglicht.

Google Voice Search

Eine Suche mit Hilfe gesprochener Suchphrasen bietet Google bereits seit 7 Jahren an und zwar als App für Smartphones, die Android nutzen und als Erweiterung für seinen Browser Chrome. Google Voice Search kam 2011 heraus, bereits zuvor hatten Apple iPhones den Voice-Assistenten namens Siri, den man (auch) zum Suchen im Netz benutzen kann.

Übrigens kann man mit der Google Voice Search nicht nur Google selbst bedienen, sondern auch bei YouTube suchen sowie bei Bing, Wikipedia, Wolfram Alpha und Yahoo.

In der Netzgemeinde wird die sprachgesteuerte Suche mit Google nicht mehr unterschiedlich aufgenommen. Zwar wird sie noch nicht gerade bejubelt, aber die Skepsis ist weg.

2014 hieß es noch „Das Fazit der Beschreibung von Google Voice Search für Chrome auf der einschlägigen Downloadseite von chip.de zum Beispiel lautet etwas desillusionierend: „Wer will, kann die Sprachsteuerung aus Spaß testen. Allerdings sollten Sie von „Voice Search“ nicht zu viel erwarten.“ Und weiter:
Vor dem Hintergrund der NSA-Affäre stellt sich aber durchaus auch die Frage, ob man den digitalen Schlapphüten zu allem anderem auch noch einen Stimmabdruck frei Haus liefern muss. An einem solchen könnte man nicht nur beim Telefonieren, sondern z.B. auch in Voice-Chats wiedererkannt werden, bei denen man sich unter falschem Namen angemeldet hat, weil man anonym bleiben will.
2018 heißt es: Wer seine Webaktivitäten als Websitebetreiber nicht auf die Suche per Sprache ausrichtet hat mittel- oder langfristig verloren!

Neue Herausforderungen für SEOs?

Ein weiterer Aspekt der Suche mit der Stimme besteht in ihrer Bedeutung für SEO. Es wird angenommen, dass bei der Eingabe von Suchphrasen per Stimme wesentlich mehr gesprochene Sprache verwendet wird, als beim Eintippen. Durch die Stimmeingabe werden die Fragesätze komplexer, weil Sprechen weniger Arbeit macht als Schreiben.

Müssen SEOs nun etwa Phrasen wie „Wo gibt es anständiges Bier für kleines Geld?“ in Ihre Texte einbauen? So plump sicherlich nicht. Aber auch ohne stimmgesteuerte Suche sind die Zeiten vorbei, in denen der Text einer erfolgreichen Landing Page für Bier zu 3% aus „Bier billig“ bestehen sollte. Google kann immer mehr Texte verstehen. Dank Künstlicher Intelligenz und schlauen Analysemethoden (Algorithmen) können Inhalte auch ohne gnadenlose Vergewaltigungen von Grammatik und Stil als relevant zu den jeweiligen Suchphrasen erkannt werden.

In unseren Statistiken sehen wir, dass dank Voice Search mehr Suchanfragen von unterwegs produziert werden, die oft auch lokale Bezüge haben, wie etwa: „Wo kann man denn hier in der Nähe etwas essen?“. Dafür werden nunmehr vermehrt Standortinformationen über myBusiness Einträge verarbeitet.

Insgesamt ist Voice Search nichts sehr wohl etwas, dass das Internet von heute auf Morgen revolutionieren wird. Es ist daher unabdingbar diese Entwicklung im Bezug auf den eigenen Netzauftritt auf dem Radar zu haben. Insbesondere wenn es dabei um Snippets und strukturierte Daten geht.

Bei der Auswahl eines SEO & Web Dienstleisters oder einer Online-Marketing Agentur oder Online-PR-Services, achten Sie zumindest auf diese Auszeichnungen:

PartnerBadge-Horizontal
SEO 2015

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