Sollten Sie Ihrem Content zuliebe in PPC investieren?

Auf den ersten Blick erscheinen PPC (Pay per Click) und Content Marketing wie zwei komplett unterschiedliche Methoden. PPC bietet sofortigen ROI. Content Marketing hingegen ist ein exzellentes Tool, um die Sichtbarkeit Ihrer Marke zu verbessern, selbst wenn es einige Zeit dauern wird, bis die Sache richtig ins Rollen kommt. Obwohl diese beiden Methoden so unterschiedlich sind, sollte man sich dennoch darüber bewusst sein, dass sie einwandfrei in Kombination miteinander funktionieren können. Denn PPC kann für Ihr Content Marketing als Geheimwaffe eingesetzt werden, um Ihre Content Kampagnen zu verbessern und Ihnen einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz zu verschaffen.

So bekommen Sie Aufmerksamkeit und gewinnen Vertrauen

Die meisten Marketingexperten schneiden ihre Facebook-Anzeigen auf eine spezielle Zielgruppe zu. User, die die Anzeigen anklicken, werden direkt auf optimierte LandingPages weitergeleitet. Diese wiederum enthalten verkaufsfördernde Elemente wie zum Beispiel Produktfotografien, FAQs, Nutzerbewertungen, Sicherheitsplaketten und weitere vertrauensstiftende Elemente. Ziel und Zweck der LandingPages ist es, den Interessenten dazu zu bringen, einen ganz bestimmten Button zu drücken: „Katalog kosten anfordern“. Dieser ist entsprechend prominent auf der Seite platziert. Natürlich soll der Nutzer die Katalogbestellung am Ende auch durchführen, dies ist das Ziel der ganzen Mission.
Allerdings bekommen Marketingexperten oftmals einen Tunnelblick, wenn es darum geht, ihre PPC-LandingPages auf Conversions hin zu optimieren. Selbst wenn die PPC-Kampagnen letztlich erfolgreich damit sind, Leute auf die Website zu locken, spüren diese User unmittelbar, dass der Klick reine Zeitverschwendung war. User merken, dass die Marketingexperten ihre Anstrengungen nur darauf verwendet haben, eine Art Kaufentscheidung herbeizuführen, nicht jedoch darauf, dass der Nutzer sich auf der Seite auch wohlfühlt und ausreichend informiert.

Eine Studie aus dem Jahr 2016 ergab, dass 67% der Amerikaner ihr Geld lieber in Firmen und Marken investieren, in die sie auch vertrauen. Bevor jemand Produkte von einem Unternehmen kauft, mit dem er oder sie nicht vertraut ist, erkundet derjenige zuvor die Website und sucht nach Indikatoren für die Vertrauenswürdigkeit der Marke. Wer also einen Blog betreibt, hochwertigen Content zur Verfügung stellt, diesen auf dem neuesten Stand hält sowie Indikatoren für soziale Eignung bereithält, der beweist letztlich auch seine Glaubwürdigkeit. So kann Vertrauen aufgebaut werden, das benötigt wird, um Conversions einzufahren.
Während Sie mit Hilfe von PPC Aufmerksamkeit auf Ihre Seite lenken können, sorgt Content Marketing dafür, Vertrauen herzustellen, sobald die User auf der Seite eintreffen.

Visieren Sie Ihr Ziel an, um Content-Fans anzulocken

Ziel des Content Marketing ist es, Markenkontakte herzustellen: Dem Web wird regelmäßig neuer Content hinzugefügt und darauf gehofft, dass die wichtigsten Käufer ihn lesen und zu zahlenden Kunden werden. Dieses Vorgehen gleicht oft einem Schuss ins Blaue hinein. Zwar enthält Content Marketing viele Vorteile für SEO, jedoch zielt es falsch umgesetzt auf kurze Sicht auf ein viel zu breites Publikum. Beispielsweise ist es eine bewährte Taktik im Content Marketing, Beiträge von Gästebloggern zu veröffentlichen. Wenn jedoch eine Infografik-Designagentur einen Gästebeitrag in einem digitalen Marketingblog veröffentlicht, wird nur ein Bruchteil der Leser ein Interesse daran haben, diese Agentur zu engagieren.

Indem Sie Käufer-Personas erstellen, können Sie Ihren Content mittels einer PPC-Kampagne zielgerichtet einsetzen, da sie demografische Daten wie Alter, Geschlecht, Geographie, Einkommen und Interessen von vorherigen Kunden kennen. Schließen Sie diejenigen Käufer aus, die wohl eher nichts kaufen werden, während Sie die potenziellen Käufer direkt in Ihre Content Promotion integrieren.

Nehmen wir also an, Sie verkaufen Markisen. Ihre Zielgruppe besteht also sicherlich kaum aus Fans des Karlsruher SC. Obwohl diese Form von Targeting natürlich besser ist als gar keine, wird es Sie dennoch nicht zu den Leuten bringen, die Sie mit Ihrem Angebot ansprechen wollen. Auch wenn es beim Karlsruher SC einen Spieler gäbe dessen Name über den reinen Sport hinaus extrem prominent wäre, werden viele Menschen, die diesem Spieler auf Facebook folgen, nur seine Spiele ansehen oder nur seine Social Media-Updates betrachten, in denen er seinen z.B. extravaganten Lifestyle mit seinen Fans teilt. In anderen Worten: Facebook-Fans von diesem Spieler oder dem gesamten Fußballklub wären wohl eher nicht die ideale Zielgruppe für Ihre Markisen.
Die Schnittmenge zwischen Fußballfans oder Fans eines Spielers ist mit Ihrem Angebot an Markisen einfach zu klein. Würden Sie primär Trikots anbieten wäre das etwas anderes.
Gezielte PPC-Kampagnen können dafür eingesetzt werden, sicherzustellen, dass die wirklich wichtigen Interessenten mit Ihrem Content in Berührung kommen.
Oplayo Beratung

Die wirklich wichtigen Interessenten

Die meisten Werbetools bieten Ihnen an Ihre Zielgruppe recht genau zu adressieren. Dazu ist es gut, wenn Sie Ihre Content-Elemente testen können. Um eine erfolgreiche PPC-Werbekampagne zu leiten, ist Split Testing eine bewährte Methode, die ebensogut für das Content Marketing angewandt werden kann.
Sämtliche Elemente einer LandingPage wie beispielsweise Bildinhalte, Verkaufsförderung, Platzierung des „Bestell“-Buttons, Buttons zur Anmeldung für den Email-Verteiler, Elemente der Sicherheitszertifizierung und Leistungsversprechen können allesamt in einer PPC-Kampagne getestet werden.
Wenn Sie Split Testing auf Content anwenden, können Sie Elemente wie Ihr Blog-Layout, Tonfall und Überschriften testen. Es empfiehlt sich, für mindestens einen Monat zu testen und eine Vielzahl von Blogposts zu integrieren, um sicherzustellen, dass Ihre Ergebnisse tatsächliche User-Präferenzen widerspiegeln.
Die analysierten Zahlen zu Klicks, Time on Page, Conversions und ggf. Shares können dazu genutzt werden, den Gewinner Ihres Split Testings zu ermitteln. Split Testing wird Ihnen dabei helfen, Ihr Publikum besser zu verstehen. Laden Sie zwei Versionen Ihres Posts hoch: eine längere (mindestens 1.500 Wörter) und eine kürzere Version. Nutzen Sie Facebook-Werbung, um Ihre Kerngruppe zu adressieren und erstellen Sie Paid Traffic für beide Seiten, um die Ergebnisse zu tracken und zu vergleichen. Machen Sie dasselbe mit mehreren Posts, um sicherzustellen, dass jeder Trend, den Sie identifizieren, universell anwendbar ist.
Nutzen Sie PPC Split Testing, um die Präferenzen Ihres Publikums für Ihr Blog-Layout, Tonfall, Artikellänge und Überschriften zu evaluieren.

Promoten Sie speziellen Content

Wie jeder Marketingfachmann weiß, wird Ihr „bester“ Content nicht automatisch den meisten Umsatz generieren. Warum ein bestimmter Artikel viral gegangen ist und ein anderer hingegen nicht, kann oftmals nicht eindeutig identifiziert werden. Wenn Sie speziellen Content erstellt haben, zum Beispiel eine Infografik, ein E-Book, ein Video oder ähnliches, sollten Sie nicht spontan entscheiden, ob dieser Inhalt Aufmerksamkeit generieren wird oder nicht. Indem sie mit Hilfe einer Facebook-Engagement Werbung Ihren Inhalt promoten, werden Sie „Likes“, Postings und Shares zu einem geringen Preis erhalten – vor allem, wenn Sie sich darauf verstehen, die richtige Zielgruppe zu adressieren, so wie ich es oben beschrieben habe.
Wenn Ihr Content wirklich gut ist und SEO gut genutzt wird, werden Sie organisch Reichweite erlangen, die sich durch den bezahlten Traffic verstärken wird. Indem Sie einen Call to Action in die Share-Option einfügen, beispielsweise „Tagge einen Freund, dem das hier auch gefallen könnte“, werden Menschen dazu verleitet, den Content mit ihren Freunden zu teilen. Zumindest, wenn sie ihn für wertvoll halten. Ohne zusätzliche Kosten wird Ihrem Content auf diese Weise die Aufmerksamkeit der Nutzer zuteil.
TIPP: Solche Page Post-Engagements können alternativ dazu verwendet werden, Content zu promoten, der sich bisher bereits gut entwickelt hat. PPC Werbung kann Ihren Content (und Ihre Marke) an eine breitere Zielgruppe vermitteln.
Wenn Sie Engagement-Werbung auf Facebook dazu nutzen, speziellen Content zu promoten, der für den Paid Traffic besonders wertvoll ist, wird die organische Reichweite auch wiederum wachsen.

Begleiten Sie Ihr Publikum

Selbst wenn Sie alle anderen Tipps in diesem Artikel ignorieren, sollten Sie wenigstens diesen hier beherzigen:
Zu viele Unternehmen reagieren nicht, wenn ein User die Website besucht und ohne Interaktion wieder verlassen hat. Trotz allem könnte es sich bei diesen Leuten um potenzielle Kunden handeln, die, aus welchem Grund auch immer, nach Ihrem ersten Besuch keine weiteren Schritte eingeleitet haben. Nutzen Sie Re-Marketing! In E-Commerce PPC-Kampagnen wird Retargeting oft dazu genutzt, Angebote zu machen und Rabatte zu offerieren, und zwar im Speziellen an solche Leute, die das Produkt bereits in ihrem Bestellvorgang oder Warenkorb hatten, es jedoch am Ende nicht gekauft oder bestellt haben. So wird eine Werbeanzeige dazu genutzt, den Nutzer zurück auf die Kauf- oder Bestellseite zu locken.
Was Content betrifft, können Sie sowohl Facebook-Werbung als auch Google Display, Content Promotion und sogar AdWords-Textanzeigen für Ihr Re-Marketing nutzen, um einen im Kontext relevanten Blog-Post zu promoten. Dieser gelangt bestenfalls an eine Person, die bereits vorher eines Ihrer Produkte begonnen hat zu bestellen, den Vorgang jedoch nicht abgeschlossen hat.
Wenn Sie zum Beispiel Haarpflege-Produkte vertreiben, kann Ihre Re-Marketing-Anzeige einen „How to“-Post promoten, der die verschiedenen Ratschläge für glänzendes, gesundes Haar beinhaltet. Der Artikel könnte subtil das Produkt erwähnen, aber das vordergründige Ziel sollte sein, qualitativ hochwertigen, Nutzen stiftenden Inhalt zu bieten. Indem Menschen zu einem hilfreichen Blog-Post geleitetet werden, können Sie nicht nur Ihre Conversions boosten, sondern eine langfristige Beziehung mit Ihren Kunden aufbauen.
Alternativ können Sie User retargeten, die mit einem bestimmten Blog-Post interagieren, der eine PPC-Werbung mit einem im Kontext relevanten Produkt enthält.
Ein wichtiger Tipp: Installieren Sie den Facebook Pixel bzw. den Re-Marketing Tag von Google AdWords – am Besten beides über den Google Tag Manager. Mit dieser kleinen Codezeile können Sie User tracken und retargeten und zwar auf Basis dessen, wie diese Menschen bisher mit Ihrer Marke interagiert haben.

Nutzen Sie PPC Werbung für das Retargeting, um Ihr Content Marketing auf ein neues Level zu bringen

Kennen Sie andere Tipps und Tricks, um Content Marketing mit Hilfe von PPC zu verbessern? Wenn ja, lassen Sie es mich in den Kommentaren wissen.

Ist Content Marketing mit SEA etwas für KMUs?

Prinzipiell ist Content Marketing für Unternehmen jeder Größe interessant. Gerade kleineren Unternehmen kann Content Marketing durchaus eine Chancen bieten, denn Werbemaßnahmen wie TV-Werbespots oder ganzseitige Anzeigen in hochwertigen Magazinen können diese sich oft nicht leisten. Außerdem lassen sich mit Content Marketing längerfristige Effekte erzielen. Ist ein guter Artikel mit einem populären Keyword erst einmal auf einem der vorderen Plätze in den Google-Suchergebnissen, dann stehen die Chancen gut, dass er dort erst einmal bleibt. Mit einer ergänzenden Werbekampagne erreichen Unternehmen ihre Wunschkunden bereits früher und ehe das Keyword per SEO gut rankt.

Für wen lohnt sich Content Marketing mit SEA?

Man muss sich immer die Frage stellen: Wird meine Zielgruppe die im Artikel dargestellte Thematik googeln? Wenn ja, dann lohnt sich Content Marketing. Egal ob Sie ein Markisenhersteller sind oder schöne Bäder einrichten: Ganz sicher kann man auch für Ihr Angebot nützliche Inhalte anbieten, die Probleme der Kunden lösen.
Content Marketing ist übrigens nicht nur für Unternehmen geeignet, die sich an Konsumenten wenden, sondern auch fürs B2B-Geschäft: Im B2B Sektor sind die Themen noch um einiges spezieller und es gibt weniger Nachfrage und Wettbewerb nach diesen speziellen Informationen und Themen. Auch hier konnten wir Unternehmen erfolgreich helfen Content Marketing mit SEO und SEA zu „verheiraten“.
Auch Sie brauchen nicht nur gute Texte, sondern solche, die auch gefunden und gelesen werden?
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Bei der Auswahl eines SEO & Web Dienstleisters oder einer Online-Marketing Agentur oder Online-PR-Services, achten Sie zumindest auf diese Auszeichnungen:

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