Sie dürfen sich bei dauerhaften Veränderungen nicht alleine auf externe Beratung verlassen. Sie brauchen zwar Expertenunterstützung, jedoch in Form von Impulsen für Veränderungen. Sie brauchen keine verlängerte Werkbank für Routinearbeiten und keine dauerhafte Anwesenheit von Beratern, sondern punktuellen Support.

So schreibt es Willms Buhse in seinem Beitrag für die Wirtschaftswoche.

Warum AdWords gute Beratung braucht

Im Web wimmelt es von Anzeigen dieser Art
adwords_werbung
und nicht wenige Unternehmen finden es verlockend bei Google werben zu dürfen und dafür meist vermeintlich auch noch 75 € oder mehr geschenkt zu bekommen. In vielen Fällen beginnt damit die reine Geldvernichtung. Übrigens kann Ihnen das auch bei der Buchung einer Agentur passieren! Wir raten Ihnen dringend sich zu AdWords zumindest im Groben schlau zu machen und Ihrer „Wunschagentur“ nicht blind zu vertrauen. Da schließt sich der Kreis zu oben platziertem Link.

AdWords selbst machen?

Ja, Sie können AdWords selbst machen. Nehmen wir mal an Sie sind ein Hotel und haben 5.000 Euro Budget für AdWords im Monat. Auf das Jahr gerechnet sind das immerhin 60.000 Euro die Sie an Google überweisen werden. Aber ist diese Summe auch sinnvoll investiert? Viele unserer Kunden handeln aus einem Bauchgefühl heraus – „stimmt schon so“. Wenn wir professionell in ein solches Konto schauen, dann stimmt das zu >70% eher nicht. Für AdWords brauchen Sie zu Beginn u.E. mindestens eine 2-tägige Schulung, in den ersten drei Monaten 2 Std. Zeit pro Tag und danach mindestens 30 min. am Tag. Zusätzlich sollten Sie web-affin und lernwillig sein, d.h. Interesse an Fachblogs haben und permanent hinzu lernen. Haben Sie diese Zeit und sind Sie so wissbegierig? Dann stellen Sie die Weichen und buchen z.B. einen unserer individuellen Workshops.

AdWords von einer Agentur machen lassen?

In den meisten mittelständischen Firmen ohne dedizierte Onlinemarketing-Fachkraft auf Vollzeitbasis ist das üblicherweise der bessere Ansatz. Allerdings gilt auch hier: Es ist Ihr Unternehmen und Sie sollten wissen, was die Agentur mit Ihrem Geld macht. Lassen Sie sich mindesten einmal im Monat im Detail Bericht erstatten oder noch besser sich ein Dashboard erstellen. Und prüfen Sie die Aussagen der Agentur nach. OK, etwas Zeit müssen oder sollten Sie einfach mitbringen!

AdWords Budget verblasen

Es ist sicherlich extrem ärgerlich wenn über 50% Ihrer Anzeigen auf eine 404 Fehlerseite führen. 404 steht für „Seite nicht gefunden“. So etwas gibt es nicht? Doch gibt es. Gerade durften wir ein Hotel in Österreich darüber mal wieder aufklären:
404_fehler
Diese 8.985 Anzeigen mit einer fehlerhaften Ziel-URL machten rund 22% des Mediabudgets aus. Bei angenommenen 60.000 € im Jahr sind das eben mal 13.200,– Euro. So etwas muss nicht sein!

Bei AdWords zählen primär Conversions und nicht Klicks

Von reinen Klicks auf Ihrer Website haben Sie in aller Regel wenig. OK, Ihr Unternehmen wird ggf. etwas bekannter, aber dafür in vielen Fällen 2 Euro und mehr zahlen? Entscheidend sind nach einiger Zeit im Wesentlichen die Conversions (Umwandlung / Umwandlungsrate vom reinen Websitebesucher zum aktiv tätig werdenden User), also entweder konkrete Käufe (auch Buchungen) oder zumindest Anfragen per Formular, E-Mail oder Telefon. Alles ist genau messbar. Aber Sie müssen es messen (lassen)! In diesem Beispiel unten beträgt die CTR (Klickrate) gerade mal 0,90%. Das ist in den meisten Fällen für Suchanzeigen deutlich zu niedrig. Entweder die Anzeigentexte stimmen nicht, die hinterlegten Keywords sind zu allgemein oder beides trifft zu. Wenn eine Conversion, wie in diesem Fall über 330,– € kostet, dann muss Ihr Produkt schon sehr hochpreisig und somit mit einer guten Marge ausgestattet sein. Für die potentielle Akquisition eines Hotelgastes oder einem Produkt mit einem VK von 1.000 € ist diese Summe auf Dauer in aller Regel viel zu hoch:

Haben Sie ein Ziel?

Noch bevor Sie mit AdWords loslegen gilt es immer sich folgende Frage zu stellen: Was ist Ihr Ziel? In und mit AdWords können Sie viele verschiedene Ziele verfolgen. Je nachdem, für welches Sie sich entscheiden, kommen andere Kampagnentypen, -untertypen und -einstellungen zum Tragen. Auch die Art und Formulierung der einzelnen Anzeigen, die Auswahl der Keywords und deren Optionen unterscheiden sich je nach Kampagnenziel.
Ziele können z.B. sein:

  • Mehr Verkäufe direkt über die Seite
  • Neue Leads (Interessentenadressen) generieren, z.B. in Form von Newsletter-Anmeldungen
  • Mehr Besuche im Ladengeschäft
  • Mehr Seitenzugriffe
  • Branding (Markenauf- und Ausbau)

Gerade bei Branding ist aber mit Sicherheit eine Anzeige im Suchnetzwerk nicht die beste Option die Ihnen auch AdWords bietet.

Kennen Sie die wesentlichen Details?

Hier eine knappe Auflistung wesentlicher Begriffe die Sie bei der Nutzung von AdWords vorab kennen und einsetzen sollten:

  • Kontostruktur:
    • Kampagnen, Anzeigengruppen, Anzeigen & Keywords
  • Qualitätsfaktor für Keywords
  • Länder- und Spracheinstellungen
  • Flexible Gebote
  • Keyword-Optionen (broad, exact, modifierer)
  • Tracking Konzept (Conversion Tracking, ggf. E-Commerce Tracking bei Shops und Hotels mit Buchungsmaschinen (IBEs) und Re-Marketing Tag bis hin zu Google Tag Manager)
  • Berichttools bzw. Dashboards
  • Anzeigenerweiterungen:
    • Sitelinks
    • Standorterweiterungen
    • Anruferweiterung
    • Call Outs
    • Snippets
    • Bewertungen
    • Preiserweiterungen etc.
  • Unterscheidung Suchnetzwerk und Displaynetzwerk
  • Zielgruppen und Placements
  • ggf. auch: Videowerbung und Werbung auf Basis existenter E-Mail Adressen)

Guter Rat ist teuer?

Sofern Sie schon AdWords nutzen und sich nicht sicher sind, ob Ihr Mediabudget sinnvoll verwaltet wird, dann füllen Sie dieses Formular aus. Die AdWords Analyse ist kostenlos! Sofern Sie noch kein AdWords nutzen und sich umfassend informieren möchten dann hier entlang:

Bei der Auswahl eines SEO & SEA (SEM) Dienstleisters oder einer Online-Marketing Agentur, achten Sie zumindest auf diese Auszeichnungen:

PartnerBadge-Horizontal
SEO 2015

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