Gerade in den letzten Monaten haben die „Not Provided“-Keywords immer mehr zugenommen. Wir alle sehnen uns nach den guten alten Zeiten, als man via Analytics noch exakt zurückverfolgen konnten, wie und mit welchem Keyword die User auf unsere Seiten kamen. Ach ja…das waren noch Zeiten.

Im September letzten Jahres drehte Google gemeinerweise an der Keyword-Schraube und wir nähern uns mittlerweile den 100% bei den nicht angezeigten Keys.

Not Provided Keywords

Was bedeutet eigentlich „Not Provided“ in Google Analytics?

Wenn Sie sich heute in Google Analytics einloggen, werden Sie wahrscheinlich überwiegend „not provided“ Keywords sehen. Bei mir aktuell über 85%.

Google zeigt Ihnen also bewusst nicht an, mit welchen Keywords der (wichtig) organische Traffic auf Ihre Seite kam. Offiziell heißt es von Seiten Google – man möchte die Privatsphäre der User schützen. Ich bin der Meinung, dass es einzig und alleine finanzielle Hintergründe hat.

Man möchte den SEOs das Leben schwer machen und so verstärkt noch mehr Anzeigenbudget via Adwords einstreichen. Denn bei den Usern, die über Adwords kamen, werden die Keywords natürlich sehr wohl angezeigt.

Wie auch immer sind diese fehlenden Daten ziemlich ärgerlich. Nicht nur für uns SEOs. Denn genau diese Keyword-Informationen waren einmal extrem wichtig und halfen allen Website-Betreibern bei der Keywordauswahl und Analyse immens.

Deshalb gibt es hier 9 Tipps, wie man dennoch an die Daten kommt, oder zumindest das Beste für die Analysen herausholen kann.

1) Google Webmaster Tools und eine Hand voll Keywords

Via Google Analystics erhalten Sie kaum noch relevante Keyworddaten. Ergänzend liefern die Google Webmaster Tools zahlreiche interessante Keywordinformationen. Nicht viele, aber mehr als Analytics zu bieten hat.

Suchanfragen in den Google Webmaster Tools

Aus meiner Praxiserfahrung: Erschreckend wenige Websitebetreiber kennen die Google Webmaster Tools, geschweige denn nutzen diese aktiv.

Denken Sie immer daran: Hier erhalten Sie extrem reine Google-Daten.

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Kleiner Buchtipp am Rande: Suchmaschinenoptimierung mit Google Webmaster Tools von Stephan Czysch

2) Bing Keyword-Daten

Google schiebt uns immer wieder einen Riegel vor und spielt den Spielverderber. Bing hingegen ist teilweise eine wunderbare Spielwiese. Auch wenn Bing nicht gerade viele User verwenden, um Keyword-Informationen zu erhalten, sollten wir uns kurz damit beschäftigen.

3) Aktivieren Sie die Website-Suche

Zuerst müssen Sie die Websitesuche einrichten. Voraussetzung ist natürlich ein geeignetes „Suche-Feld“ auf Ihrer Seite.

  • Klicken Sie in Google Analytics auf die Web-Property, die sie bearbeiten möchten
  • Klicken Sie auf „Verwalten“
  • Wählen Sie im Menü Datenansicht die gewünschte Datenansicht aus
  • Klicken Sie auf „Einstellungen der Datenansicht“
  • Aktivieren Sie nun die Site-Search

Sitesearch aktivieren

 

Geben Sie in das Feld Suchparameter das Wort oder die Wörter ein, die einen internen Suchparameter bezeichnen, beispielsweise „term,search,query“. Manchmal besteht das Wort nur aus einem Buchstaben, z. B. „s“ oder „q“. Sie können bis zu fünf Parameter eingeben, getrennt durch Kommas.

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Ab sofort können Sie in Analytics unter „Verhalten“ > „Website-Suche“ sehen, nach welchen Begriffen die User auf Ihrer Seite suchen.

Unterschätzen Sie diese Infos auf keinen Fall, denn hier bekommen Sie reine Daten, vollgepackt mit Informationen, was die Menschen auf ihrer Seite gesucht haben und welche Themen Sie sich vielleicht wünschen würden.

4) Google Keyword Planner

Für die meisten SEOs eigentlich ein Standard-Tool. Trotzdem liefert es uns meiner Meinung nach die besten Daten.

https://adwords.google.de/KeywordPlanner

Aber Achtung: Google war auch hier am werkeln und liefert uns nur noch exact match-Daten aus. Also zeigt nur noch an, wie viele Abfragen genau dieses „Keyword“ hat. Keine Varianten oder Abwandlungen.

Wir haben uns vor längerem eine Formel zusammengestellt, die uns auf Basis alter Daten zumindest einigermaßen valide Anfragewerte liefert.

Aber auch mit dem „exakt match“ lässt sich ein Gefühl für ein Keyword bekommen.

  • Klicken Sie zunächst auf „Ideen für neue Keywords und Anzeigengruppen suchen“

Keywordplanner verwenden

  • Geben Sie danach ihr Wunschkeyword ein und nehmen Sie ggf. weitere Einstellungen vor

Google KeywordPlanner nutzen

  • Klicken Sie auf „Ideen abrufen“

Im nächsten Fenster zeigt Ihnen Google zunächst komplette Keyword-Sets, die aber eher im Adwords-Bereich Verwendung finden.

  • Wir klicken weiter auf auf „Keyword-Ideen“

Keywordideen

Anschließend erhalten wir viele interessante Keyworddaten.

5) Googles „verwandte Suchanfragen“

Sie haben keine Keywordideen mehr? Kein Problem! Verwenden Sie doch einfach die Google Related Search. Hier stößt man häufig auf viele, interessante Keywordvarianten.

Google Related Search

Eine weitere Variante ist die Autovervollständigung von Google

Google Suche

Das coole daran: Google schlägt hier wirklich nur Keywords vor, die auch ein relevantes Suchvolumen haben. Also alle Vorschläge, sind Kombinationen, nach denen auch wirklich gesucht wird.

6) Google Trends

Google Trends ist ideal, um den eigenen Brand zu beobachten. Geben Sie einfach Ihren Brand oder ihr Wunschkeyword ein und beobachten Sie die Entwicklung dieses Keywords über die letzten Monate und Jahre.

https://www.google.de/trends/

Google Trends für die Keywordrecherche

Google Trends zeigt Ihnen aber auch aktuelle Trends, Charts und mehr an.

Google Trends

7) Google Analytics

Google Analytics? Hassen wir das nicht! Nein, natürlich liefert uns auch Analytics immer noch sehr viele, sehr interessante Daten.

Deshalb beschäftigen Sie sich bedingt umfangreich mit diesem Tool, verwenden Sie sekundäre Dimensionen und fuchsen Sie sich rein!

Falls Sie Fragen zur Verwendung von Google Analytics haben – fragen Sie uns gerne!

www.oplayo.com

8) Content, Content, Content

Not provided – so what?! Qualitätscontent wird immer wichtiger – das können wir schon bald nicht mehr hören. Das menschliche Gehirn ist – gerade in den Zeiten nach dem Hummingbird Update die beste Waffe. Schreiben Sie interessante Texte, bringen Sie neue Blickwinkel auf ein Thema, streuen Sie keinen Einheitsbrei und verwenden Sie Keywordvarianten.

Foto: © violetkaipa – fotolia.de

Niemand kennt ihre Zielgruppe besser als Sie. Auch nicht Google. Verwenden Sie dieses Insiderwissen. Den reinen SEO gibt es schon lange nicht mehr. Der moderne SEO ist ein Multitalent an geballtem Online-Marketing-Fachwissen: SEO, Keywords, Content, Social Media, Content-Vermarktung, Usability und mehr.

Bei der Auswahl eines SEO & Web Dienstleisters oder einer Online-Marketing Agentur oder Online-PR-Services, achten Sie zumindest auf diese Auszeichnungen:

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