Das Ziel dieses Blogbeitrages ist es, eine Website SEO-tauglich zu strukturieren und somit Fehler des Seitenaufbaus, also die SEO-taugliche interne Struktur einer Website selbst zu erkennen und zu lösen. Wir haben an Seiten SEO-gearbeitet, die Tausende von Seiten generiert haben, Millionen an Umsätze machen und dennoch habe ich während meiner Arbeit immer wieder fundamentale Fehler gefunden. Vor einiger Zeit war es so schlimm, dass die Nachfrage nach SEO-Consulting Unternehmen das Angebot überstieg. Dabei sind die meisten Fehler sehr typisch und relativ einfach zu beheben.

Fundamentale Fehler der einer Website mit SEO-tauglicher Seitenstruktur

Eine der hilfreichsten Methoden, das Traffic Potenzial deiner Seite zu verbessern, vor allem auf lange Sicht, ist, die Seitenarchitektur zu verbessern. Um das zu tun, muss man erst die klassischen Probleme, die man in größeren Websites findet, verstehen und diese lösen. Ich fange mal mit der Gruppierung der Seiten an (content silos). Das ist typisch für größere Seiten, die ihren Content in Kategorien-Seiten zusammenfassen. Das benachteiligt größere Webseiten direkt.

In diesem Szenario linkt die Homepage zu einer Kategorien-Seite, die wiederum linkt auf alle einzelnen Kategorien. Diese Kategorie-Seite leitet also die Page Authority (Googles Algorithmus) zu mehreren Produkt-Seiten weiter.
Seiten mit hoher Klicktiefe (click depth) haben das Problem, weniger geklickt zu werden (umso tiefer desto schlimmer), was auch bedeuten kann, dass sie unregelmäßig gecrawled werden (wenn überhaupt). Das erhöht das Risiko, dass eine neue Produktseite nicht automatisch entdeckt wird, was dazu führt, dass nicht nur die neue Seite wenig Traffic erhält, sondern die gesamte Webseite Minuspunkte bekommt. Eventuelle Umsätze über solche Seiten werden darunter leiden. Eine hohe click depth kann auch dazu führen, dass eine Seite nicht recrawled (erneut gecrawlt) oder gar nicht oder schlecht indexiert wird.
Mit anderen Worten, sie landet ganz unten bei der Google Suche. So kann die Seite kaum Traffic erzeugen. Das kann man aber relativ simpel lösen.

Flache Seitenarchitektur um eine Website SEO-tauglich zu strukturieren

Eine gute Seitenarchitektur hilft hauptsächlich Besuchern und bots, sich durch die Seite zu bewegen und zu finden, wonach man sucht. Es geht darum, den besten und relevantesten Inhalt dem Besucher so früh als möglich zu zeigen und die nötigen Klicks dorthin zu reduzieren. Das ist mit einer flachen Seitenarchitektur möglich und effektiv umsetzbar. Dadurch kann der von Suchmaschinen eingehende Traffic erhöht und die Anzahl der rankenden Keywords verbessert werden.

Wie viele Klicks braucht man von der Startseite bis zur tiefsten Content-Schicht?

Nehmen wir uns mal eine klassische Website als Beispiel, bei der die Startseite der zentrale Punkt der Navigation ist. Man kommt von der Startseite nur auf die Kategorien und um auf eine bestimmte Unterseite zu kommen, steht einem nur genau ein Weg zur Verfügung.

Das macht die Seite zwar sehr übersichtlich, doch das Problem ist hier die Durchsuchbarkeit (ohne Suche) für Besucher (und Bots). Um dieses Problem zu lösen kann man Links von der Startseite auf die tieferen Schichten setzen. Beispielsweise die neuste Seite, featured content oder auch Seiten, die im Trend liegen kann man auf der Startseite verlinken. So muss der Besucher sich nicht erst durch die Kategorien durchklicken.

Dafür sollte man aber auch tatsächlich Seiten verlinken, die im Trend liegen, besonders beliebt sind usw.. Daraus folgt praktischerweise auch ein kürzerer Weg zu den Seiten auf der Schicht unter der verlinkten Seite. Dieses Beispiel kann man auch noch verbessern, indem man z.B. die Kategorien-Seiten miteinander verlinkt. Z.B. Ist man auf der Kategorieseite “Blog”, hat so aber auch eine schnelle und direkte Möglichkeit auf die Produktseite zu wechseln. Das geht aber nur bei überschaubaren Seiten gut, bei extrem komplexen Seiten mit Hunderten Kategorien und Tausenden Seiten muss man kreativer sein.

Eine weitere Möglichkeit ist es, einfach Links von oberen Schichten auf tiefere Schichten zu setzen. Das macht die Linkstruktur zwar um einiges komplexer, liefert aber eine solide Verbesserung der CTR.
Das sind die häufigsten Lösungen zu den typischen Problemen. In diesem Blogartikel kommt gleich noch mehr dazu, aber schauen wir uns jetzt mal an, wie man überhaupt Seiten findet, die darum kämpfen, Klicks zu bekommen, Links dringend brauchen und erfolgreiche Seiten, die Links abgeben können.

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Probleme finden

Stell Dir vor Du arbeitest an einer mittelgroßen Website. Auf den ersten Blick sieht alles okay aus (ähnlich wie im letzten Beispiel). Du weißt aber, dass es besser gehen kann und suchst mehr Möglichkeiten den Seitenaufbau zu verbessern. Der „PageRank“ (heute extern nicht mehr einsehbar, aber von von Google verwendet) misst z.B. die Anzahl und die Qualität der Links auf einer Seite, und wie gut diese ist. Das Problem: Wir wissen nicht genug über Googles Algorithmus um uns passend darauf einzustellen. Weder haben die meisten von uns das Web seit Jahren durchsucht, noch haben wir die massiven Rechner-Ressourcen dafür. Deswegen benutzen wir unsere eigenen linkscore Daten um schwache Seiten und weitere Verbesserungen zu finden. Dafür gibt es zahlreiche Tools, die man benutzen kann.

Diagnose der Seitenarchitektur

Die Diagnose der Seitenarchitektur wird immer eine schwierige Aufgabe sein. Die Arbeit und auch das Resultat hängt davon ab, wie fortgeschritten die Seite ist. Wenn man z.B. gerade noch dabei ist “kürzlich hinzugefügte Produkte” auf der Startseite zu verlinken, braucht man nicht unbedingt einen riesigen, komplexen Datensatz seit Tag eins. Aber für fortgeschrittene Seiten gibt es schon einige interessante Möglichkeiten. Beispielsweise mehr als ein Tool zu benutzen und auf unterschiedliche Ergebnisse achten!

Tools

Wir fangen öfters mal mit Sitebulb an. Neben den anderen Tools ist Sitebulb eine echte Bereicherung dank der internen PageRank Kalkulation namens “Link Equity Score”.

Als Tools benutzen wir auch

  • MajesticSEO API
  • Sistrix
  • Log file data
  • ScreamingFrog crawl und API extraction!
  • Search Console (GSC) API
  • Google Analytics API
  • Google Tag Manager
  • SiteBulb
  • Excel

Um eine Tabelle zu bauen aus:

  • Nr der Internen Linking URLs
  • Unique Outlinks
  • GA Sessions (Google Analytics Sitzungen)
  • Log Requests
  • Search Console Impressions
  • Majestic Citation Flow – URL (Exact URL)
  • Link Equity Score
  • Konsolidiert von VLOOKUP in einer Pivot Tabelle

Datensatz bauen
Anfangs sammeln wir gerne die Rohdaten. Hier habe ich einfach Log-Dateien einer Website in eine Excel Tabelle importiert. Das ist aber kein perfekter Import, da ich hauptsächlich die Anzahl der GoogleBot Anfragen pro HTML Seite haben möchte, ist das kein Problem.

Danach benutzen wir in aller Regel ScreamingFrog um Daten aus Sistrix, der Google Analytics API und der Search Console API zu importieren.

Anschließend den normalen ScreamingFrog crawler durchgehen lassen.

Und das Ergebnis in einer Exceltabelle exportieren und mit VLOOKUPs konsolidieren:

Analyse

Hier ist das Ergebnis. Ich habe eine Pivot-Tabelle erstellt und Filter für crawl depth, search console impressions und GA sessions erstellt. Es liegt aber ganz bei Dir, wie du es gestalten möchtest.

Einige Erkenntnisse

Diese Art von Analysen sollten bevorzugt werden, auch wenn es nicht wirklich automatisiert werden kann. Es gibt aber universelle Erkenntnisse wie z.B.:

  • Sortiere Seiten nach der Anzahl der wenigsten internen Links, die aber hohe Impressionen über die Search Console haben. Denn daraus kann man schlussfolgern, dass diese Seite(n) Potential für Traffic haben und davon profitieren können, mehr interne Links zu besitzen.
  • Sortiere Seiten mit wenigen Outlinks, die aber oft zitiert werden und eine gute Link Equity haben. Vielleicht kann man diese “Autorität” benutzen, um das Ranking von anderen Seiten zu verbessern.
  • Suche nach Seiten, die eine hohe click depth haben und dann nach Impressionen sortieren um Seiten zu finden, die von mehr internen Links profitieren können.

usw.

Lösungsbeispiele

Es gibt eine große Menge von Möglichkeiten, um interne Links einzubauen. Hier sind ein paar Beispiele:

Reisen:

  • Ähnliche Ziele
  • Naheliegende Hotels / Sehenswürdigkeiten
  • Beliebteste / Top Länder
  • Beliebteste / Top Städte
  • Neuesten Rezensionen zu Orten / Hotels etc.

Jobbörsen:

  • Kürzlich eingestellte Anzeige
  • Ähnliche Jobs
  • Jobs in der Nähe, der Qualifikation etc.

Onlineshops (z.B. Nutzfahrzeuge per Abo„):

  • Beliebte Transporter
  • Am häufigsten gebucht
  • Ähnliche Angebote
  • Top / kürzlich bewertet
  • Oft gesuchte Produkte / Kategorien

Fazit

Seitenarchitektur ist ein spannendes und ein sich stetig entwickelndes Thema. Dank der vielen Tools und Möglichkeiten, bietet dieses Thema immens viel Material um sich weiterzuentwickeln und immer besser zu werden.

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