Das Onlinemarketing unterliegt einer ständigen Veränderung. Während man bei SEO auf viele Unwägbarkeiten trifft kann man sich bei Google Ads (fast) darauf verlassen, dass das nächste Update der Google SERPs nun Google Ads (SEA) „weiter bevorzugt“ – ein Trend der über das Jahr 2020 hinaus anhalten wird.

Onlinemarketing – Die ersten Trends 2020

Nach dem neusten Update in 2020 ist der Unterschied zwischen SEO und SEA Ergebnissen nur noch minimal
Das könnte aber auch ein sehr kurzes Intermezzo gewesen sein?

Letzte Woche begann Google mit der Einführung eines neuen Designs für seine Suchergebnisse auf dem Desktop, welches die Grenze zwischen den organischen Suchergebnissen und den darüber liegenden Anzeigen weiter verwischt. In einem scheinbar absichtlich dunklen Muster unterscheiden sich Anzeigen und Suchergebnisse nur durch ein kleines schwarz-weißes „Anzeigen“-Symbol neben der Anzeige. Es wurde so formatiert, dass es den neuen Favicons ähnelt, die jetzt auch neben den Suchergebnissen erscheinen. Erste von Digiday gesammelte Daten deuten darauf hin, dass die Änderungen möglicherweise bereits dazu führen, dass die Leute auf mehr Anzeigen klicken.
Alex Hern vom Guardian ist einer von Vielen, die auf das Problem hinweisen und meinen, dass es jetzt so gut wie keinen visuellen Unterschied mehr zwischen Anzeigen und Suchergebnissen gibt. „Technisch gesehen gibt es immer noch die Beschriftung, aber es ist schwer sie von normalen Suchergebnissen zu unterscheiden” twitterte er.


Das ist besonders auffällig, wenn man bedenkt, wie unterschiedlich Google seine Anzeigen in der Vergangenheit gestaltet hat. Bis 2013 gab die Suchmaschine ihren Anzeigen eine völlig andere Hintergrundfarbe, um sie von den organischen Suchergebnissen klar zu unterscheiden. Aber auch danach verwendete Google Farben damit die Nutzer schnell sehen können, wo ihre Anzeigen endeten und die organischen Ergebnisse anfangen.

Google SERPS 2013

In einem Blog-Post, in dem das neue Design im vergangenen Jahr für mobile Geräte kam, erklärte Google die Änderung teilweise damit, dass das Hinzufügen von Favicons zu den organischen Suchergebnissen dazu dient, dass „das Branding einer Website im Zentrum sein soll“, was bedeutet, „dass man die Ergebnisse leichter scannen kann“. Google verbrachte aber viel weniger Zeit damit, über die Änderungen an ihren Anzeigen zu informieren, die sich jetzt viel bedeutsamer anfühlen, vor allem wenn man die Ergebnisse auf einem Laptop oder Monitor betrachtet.
In der Vergangenheit rechtfertigte Sundeep Jain von Google die Vereinfachung der Anzeigen damit, dass ein einfacheres Design „es den Nutzern leichter macht, Informationen zu verdauen“, so Search Engine Land. Er fügte hinzu, dass das Unternehmen versuche, die Anzahl der verschiedenen Farben auf einer Seite zu reduzieren, um ein wenig mehr „Harmonie“ in das Layout zu bringen.
Es ist schwer, nicht das Gefühl zu bekommen, dass es bei dieser „Harmonie“ weniger darum geht, ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, als vielmehr darum, Googles Werbeeinnahmen zu steigern.
Wie Digiday berichtet, gibt es Daten, die darauf hindeuten, dass dies tatsächlich der Fall ist. Laut einer Agentur für digitales Marketing sind die Klickraten für einige Suchanzeigen auf dem Desktop bereits deutlich gestiegen und die Klickraten für einige seiner Kunden auf dem Handy stiegen im vergangenen Jahr von 17 auf 18 Prozent, nachdem ähnliche Änderungen am Google-Layout der mobilen Suche vorgenommen wurden.

Google ist Informations- und Werbeunternehmen in Einem

Google ist im Grunde eben auch eine Werbefirma. Im dritten Quartal 2019 hat die Muttergesellschaft Alphabet fast 34 Milliarden Dollar mit Google-Werbung verdient, bei einem Gesamtumsatz von 40 Milliarden Dollar für Alphabet insgesamt. Bei einer solchen Größenordnung könnten kleine Änderungen der Klickraten von Anzeigen einen großen Einfluss auf den Gewinn von Alphabet haben, auch wenn dies bedeutet, dass Werbetreibende eher mehr Klicks erhalten können.

Das musst Du 2020 bei Google Ads wissen und besser beachten

Mal ehrlich: Es ist schwer, organischen Traffic auf eine Website zu bekommen. Es gibt tonnenweise Konkurrenz für Keywords, Social Media ist jetzt Pay-to-Play, und Voice-Search ist in allem, was mit SEO zu tun hat, ein Wermutstropfen.
Wenn Du mehr Leads und Verkäufe erhalten möchtest, musst Du de facto Pay-per-Click-Werbung (PPC) betreiben. Und mit sage und schreibe 63.000 Suchanfragen pro Sekunde ist Google der richtige Ort, um dies zu tun:

  • Google hat 90,46% des weltweiten Suchmaschinen-Marktanteils.
  • 15% aller Suchen wurden noch nie bei Google durchgeführt.
  • Google hat einen Marktwert von 739 Milliarden Dollar.
  • Eine durchschnittliche Person führt jeden Tag 3-4 Suchanfragen durch.

Google erweitert und aktualisiert ständig seine umfangreiche Produktpalette, was es für den typischen Marketer schwierig macht, up-to-date zu bleiben. Aus diesem Grund haben wir die sechs größten Google Ads-Trends für 2020 zusammengetragen, um Dir bei der Planung der richtigen Marketingkampagnen für Dein Unternehmen in diesem Jahr zu helfen.

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Trend Nr. 1: Smart bidding für Google Ads

In den letzten Jahren hat Google stark in künstliche Intelligenz (KI) investiert, und Smart Bidding ist eines der vielen Ergebnisse dieser Investition. Die Definition von Google lautet:

Smart Bidding ist eine Untergruppe von automatisierten Biet-Strategien, die maschinelles Lernen zur Optimierung der Umrechnungen oder des Umrechnungswerts in jeder einzelnen Auktion verwenden – eine Funktion, die als „Auction-Time-Bidding“ (Auktionszeit-Bieten) bekannt ist.

Einfach ausgedrückt, es übernimmt das Rätselraten beim Bieten für Google-Anzeigen. Das KI-System von Google nutzt maschinelles Lernen, um automatisch für die Conversion in jeder Auktion zu optimieren. Du teilst Google Dein Werbeziel mit und Smart Bidding findet heraus, wie Du es innerhalb deines Budgets erreichen kannst. WICHTIGE ANMERKUNG: Es funktioniert umso besser umso mehr Daten und Budget Du investierst. Für kleinere Budgets arbeiten wir deshalb mit Skripten und dem Austarieren der Kanäle Native Ads und Social über den Google Tag Manager.
Smart Bidding funktioniert für eine Reihe von PPC-Zielen, darunter

  • Ziel CPA: Generiere neue Leads und Kunden zu den von dir gewünschten Kosten pro Akquisition.
  • Ziel ROAS: Erziele den besten Return on Investment (ROI) für deine Ausgaben.
  • Maximiere die Conversions: Steigere deine Conversionrate.

Mit Smart Bidding kannst Du viele verschiedene Signale für deine Angebotsoptimierung verwenden, von denen einige systemabhängig und bei manueller Angebotsabgabe nicht verfügbar sind. Hier sind nur einige der Signale, aus denen Du wählen kannst:

  • Standort Absicht: Wo ein Benutzer beabsichtigt, hin zu gehen, im Vergleich zu seinem physischen Standort. Zum Beispiel, wenn jemand Reisen sucht.
  • Wochentag und Tageszeit: Lokale Unternehmen können zu bestimmten Zeiten Kunden mit relevanten Informationen oder Angeboten ansprechen.
  • Remarketing-Liste: Anzeigen können auf der Grundlage der letzten Interaktionen der Benutzer mit Produkten und der Art dieser Interaktionen optimiert werden.
  • Merkmale der Anzeige: Wenn du über mehrere Versionen einer Anzeige verfügst, kann Google auf diejenigen bieten, die am wahrscheinlichsten konvertieren.
  • Sprache der Benutzeroberfläche: Die Gebote können für die Sprache, in der ein Nutzer sucht, angepasst werden.


Das maschinelle Lernen ermöglicht es Smart Bidding, mehrere Signale gleichzeitig zu verwalten, um die Gebote auf den Kontext des jeweiligen Benutzers zuzuschneiden. Wenn ein Nutzer also eher auf deine Anzeige klickt, während er im Bus auf dem Weg nach Hause von der Arbeit ist, kann Google deine Gebote für mobile Anzeigen werktags zwischen 17 und 18 Uhr erhöhen.
Smart Bidding ist eine großartige Option für Unternehmen, die gerade erst mit Google Ads beginnen oder für diejenigen, die nicht viel Zeit für die Verwaltung einer Kampagne haben. Der Hauptnachteil bei der Nutzung ist, dass du keine Kontrolle darüber hast, auf welchen Websites von Drittanbietern deine Display-Anzeigen geschaltet werden – Du musst dich für alle oder keine davon entscheiden.

Trend Nr. 2: Google Discovery-Anzeigen

Google hat Ende 2018 Discover, seinen personalisierten mobilen Newsfeed, eingeführt. Ziel des Feeds ist es, den Nutzern relevante Inhalte auch dann zu präsentieren, wenn sie nicht auf der Suche sind:
Die Inhalte von Discover sind als Karten unter Themen angeordnet, die es zu erforschen gilt und umfassen je nach den Interessen des Nutzers verschiedene Arten von Videos, Rezepten, Nachrichtenartikeln und Blog-Einträgen. Da der Schwerpunkt der Inhalte auf der Relevanz liegt, erhält man nicht immer die neuesten Inhalte – in der Regel werden immer aktuelle Inhalte von hoher Qualität angeboten.
Google Discover ist über die mobile Google-App und den Besuch von Google.com über einen mobilen Browser verfügbar. Die Nutzer können kontrollieren, was im Feed angezeigt wird, was zu einer persönlicheren Erfahrung führt.
Anfang dieses Jahres hat Google Discovery Ads eingeführt, d.h. native Anzeigen, die in verschiedenen Google-Feed-Umgebungen angezeigt werden.
Ähnlich wie Display-Anzeigen oder YouTube-Anzeigen müssen Discovery-Anzeigen visuell ansprechend und mobilfreundlich sein, damit sie sich den Feeds, auf denen sie ausgespielt werden, nativ aussehen. Google nutzt maschinelles Lernen, um die Anzeigenschaltung auf der Grundlage des Suchverlaufs der Nutzer, des Feed-Engagements und anderer Faktoren zu optimieren, um sie an die am am besten interessierten potenziellen Kunden zu liefern:
Mit Discovery Ads kannst Du mehr als ein Bild präsentieren, ähnlich wie bei den Karussell-Anzeigen von Facebook.


Mit den neuen Discovery-Anzeigen von Google können Vermarkter potenzielle Kunden nicht nur über den Discover-Feed, sondern auch über den YouTube-Home-Feed und Google Mail erreichen.

Trend Nr. 3: Google-Galerie-Anzeigen

Im Sommer 2019 startete Google die Beta-Version von Gallery Ads. Ähnlich wie die Karussell-Anzeigen von Facebook enthalten sie Bilder, durch die mobile Nutzer blättern können, um mehr visuelle Informationen über eine Marke, ein Produkt oder eine Dienstleistung zu erhalten.
Laut Google scheinen Galerie-Anzeigen zu funktionieren: erste Berichte zeigen, dass Anzeigengruppen, die eine oder mehrere Galerie-Anzeigen enthalten, bis zu 25% mehr Interaktionen aufweisen.
Galerie-Anzeigen erscheinen oben in den mobilen Suchergebnissen und enthalten 4-8 Bilder. Jedes Bild hat seinen eigenen Text, zusammen mit einer statischen Überschrift und einer URL, und die Werbetreibenden zahlen, wenn ein Benutzer auf ein Bild klickt oder es weiterwischt.


Google-Galerie-Anzeigen haben sicher nicht so viele Anwendungsbereiche für B2B- oder dienstleistungsorientierte Angebote, aber Unternehmen mit Angeboten, die sich gut für reichhaltiges Bildmaterial eignen, sollten dieses auf jeden Fall nutzen, wenn sie in großem Umfang veröffentlicht werden.
Da sich Google zunehmend von den reinen Textanzeigen löst, haben Werbetreibende mehr Möglichkeiten, ihre Produkte und Dienstleistungen auf eine Weise zu präsentieren, die für ihr Unternehmen – und ihre Kunden – am sinnvollsten ist.

Trend Nr. 4: Google-Anzeigen und Sprachsuche

Da immer mehr Menschen intelligente / smarte Lautsprecher kaufen, geht die textbasierte Suche zurück. Und das wird den Werbetreibenden große Schwierigkeiten bereiten. Betrachten Sie diese Statistiken:

  • 55% aller amerikanischen Haushalte werden bis 2022 einen intelligenten Lautsprecher besitzen.
  • 72% der Menschen, die sprachaktivierte Sprecher besitzen, sagen, dass ihre Geräte als Teil ihrer täglichen Routine benutzt werden.
  • Voice-Shopping soll von heute 2 Milliarden Dollar auf 40 Milliarden Dollar im Jahr 2022 steigen.
  • 2 von 5 Erwachsenen nutzen die Sprachsuche einmal täglich.

Ab sofort werden bei der Sprachsuche über Bildschirme – wie z.B. bei der Google-Sprachsuche auf dem Desktop oder auf dem Telefon – Anzeigen eingeblendet…

…aber Smartspeakers wie Google Home und Amazon Alexa-Geräte zeigen diese nicht. Das ist die schlechte Nachricht.
Die gute Nachricht? Das wird sich definitiv ändern. Tatsächlich testet Google bereits Anzeigen auf Google Home. Da sich die Nutzer von der textbasierten Suche entfernen, wird der Technik Gigant sicherlich Wege finden, die Sprachsuche zu monetarisieren.

Trend Nr. 5: Erweiterte Publikumssegmente

Wir haben oben ein wenig über die Signale des Publikums gesprochen, und deren Ausbau ist etwas, dem Google viel Zeit und Ressourcen widmet. Unternehmen mehr Möglichkeiten zu geben, den richtigen Kunden anzusprechen, ist ein Win-Win-Angebot für Google, weil es sowohl dem Unternehmen als auch dem Nutzer zugute kommt (ganz zu schweigen von Googles Umsatzergebnis).
Im Oktober 2019 kündigte Google zwei erweiterte Zielgruppensegmente an:
Affinitäts-Publikum: Diese Zielgruppen sind um Interessen herum aufgebaut und werden auf der Grundlage des Surfverhaltens identifiziert. Einige Beispiele für Affinity Audiences sind Beauty Kenner, Convenience Store-Shopper und Power User von Cloud Services. Laut Google nutzte Volkswagon die Affinitäts-Publikumsgruppen, um eine 250%ige Steigerung der Konversionsraten zu erreichen.

In-Market-Publikum: Dieses Publikum recherchiert oder vergleicht aktiv Produkte und Dienstleistungen. Google hat vor kurzem neue saisonale Veranstaltungssegmente für diese Zielgruppen eingeführt, so dass Werbetreibende die Verbraucher über die Suche und YouTube mit zeitnahen Angeboten erreichen können.
Laut Google verzeichnete Toyota eine 67%ige Steigerung der Konversionsrate und eine 34%ige Reduzierung der Kosten pro Konversion, als sie die Segmente Black Friday und Weihnachten nutzten, um sich auf Käufer zu konzentrieren, die aktiv nach einem Auto suchen. Mit mehr als 700 identifizierten Zielgruppen auf dem Markt werden viele Unternehmen die Möglichkeit haben, mit Kunden zu interagieren, die bereit sind, einen Kauf zu tätigen.

Finde diese neuen Zielgruppen in der Anzeigen-UI:

Google hat sein Publikum erweitert

Keines dieser Signale ist neu, aber sie wurden erweitert, um es den Unternehmen zu ermöglichen, ihre idealen Kunden zum richtigen Zeitpunkt zu erreichen. Du kannst diese Zielgruppen über anderen Parameter legen, wenn Du eine neue Kampagne einrichtest.

Fazit

Die einzig Konstante bei Google ist, dass das Unternehmen sich ständig weiterentwickelt, um den Bedürfnissen der Kunden besser gerecht zu werden.
Dies werden die großen Trends sein, nach denen man im Jahr 2020 Ausschau halten muss, aber wir sind sicher, dass im Laufe des Jahres noch einige andere auftauchen werden. In der Zwischenzeit kannst Du mit all diesen neuen Anzeigetypen kreativ werden!

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